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„Spiegel der wahren Rhetorik“ (1505 und 1509) zweimal druckte, und 1518 die einzige noch vorhandene Ausgabe des „Chartiludium Institutionum“ veranstaltete. Die „Straßburger Formulare“ wurden in den Jahren 1511 und 1519 auch von Johann Knobloch, im Jahre 1514 von Paul Götz, der „Spiegel der wahren Rhetorik“ von beiden gemeinschaftlich (1517) gedruckt. Die außerdem von Knobloch gedruckten Werke sind das „Formularium instrumentorum sive ars notariatus“ (zwei Ausgaben, 1504 und 1516) und eine Ausgabe des „Klagspiegels“ (1521). Letzterer ist eins der in Straßburg am häufigsten (seit 1516 unter Leitung von Sebastian Brant) gedruckten Werke. Die früheste bekannte Ausgabe erschien wahrscheinlich bei Grüninger im Jahre 1500, auch Hupfuff druckte eine Ausgabe; dagegen sind die in den Jahren 1516 und 1518, 1529, 1530, 1532, 1533, 1538, 1550, 1553 und 1560 erschienenen Ausgaben ohne Angabe des Druckers. Hupfuff tritt auch als Drucker einer der deutschen Bearbeitungen der „Summa Johannis Andreae“ (1507) auf; zahlreiche Ausgaben des „Layenspiegels“ von Ulrich Tengler sind aus seiner Offizin hervorgegangen in den Jahren 1510, 1511, 1514, 1518, 1527, 1530, 1532, 1536, 1538, 1544, 1550, 1560.

In den Jahren 1485 und 1493 erschienen in Straßburg zwei Ausgaben der „Casus summarii Decretalium, Sexti et Clementinarum“, in den Jahren 1486, 1489, 1493, 1494 und 1499 fünf Ausgaben der „Margarita Decreti seu tabula Martiniana“, in den Jahren 1486, 1490, 1494, 1499 und 1500 ebenfalls fünf Ausgaben des „Vocabularium juris utriusque“, im Jahre 1487 eine Ausgabe des „Modus legendi abbreuiaturas“, in den Jahren 1489, 1491, 1495, 1498, 1502, 1513, 1515 und 1520 acht Ausgaben der „Summa Angelica“; zwei Ausgaben der „Casus longi super Institutis“ (1490 und 1494) sind vermutlich, eine Ausgabe der „Flores legum“ aus dem Jahre 1496, zwei Ausgaben der „Summula Raymundi“ aus den Jahren 1504 und 1518, eine Ausgabe der „Summa Antonina“ (1508) und eine Ausgabe der „Summa Baptistiniana sive Rosella“ aus dem Jahre 1516 jedenfalls in Straßburg gedruckt. Der Drucker Johann Schott hat im Jahre 1500 die einzige Ausgabe der „Exceptiones Petri“ und im Jahre 1511 (wahrscheinlich) ebenfalls die einzige Ausgabe – opus raritate carum – des „Speculator abbreuiatus“ des Joannes de Stynna veranstaltet.

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1. Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1886, Seite 331. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_05.djvu/069&oldid=- (Version vom 1.8.2018)