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MIt durchtribner schalckheit was Vlenspiegel geweihet. Als er dan alle schalckeit versůcht het / da gedacht er an das alt sprichwort. Gang geen Rom frummer man / kum herwider nequam. Also zoch er geen Rom / da pflantzt er sein schalckeit auch / vnd zoch zů einer witwin yn / zů herberg. Da sach sie das Vlenspiegel ein schoen man was / vnd fragt in wa er her wer. Vlenspiegel sprach er wer vß dem land zů Sachßen / vnd wer ein Osterling / vnnd wer darumb geen Rom kummen / das er mit dem bapst zů worten wolt kummen. Da sprach die fraw / fründ den babst moegen ir wol sehen / aber mit im zů reden / das weiß ich nit / ich bin hie erzogen vnd geboren / vnd von den obersten geschlechten / vnd hab noch nie zů worten mit im moegen kummen / wie woellen ir dann das so bald zů wegen bringen / ich geb wol hundert ducaten darumb / das ich mit im reden moecht. Vlenspiegel sprach. Liebe wirtin ob ich die schickung fůnde / das ich euch für den babst brecht / das ir mit im zů red kemen wolten ir mir die hundert ducaten[1] geben. Die fraw waz goch / vnd gelobt im die hundert ducaten / bei iren eeren wann er das zů wegen brecht. Aber sie meint / es wer ym vnmüglich / das er solichs thůn moecht / dan sie wußt wol das es vil muee vnd arbeit müst hon. Vlenspiegel sprach Liebe wirtin wann es nun also geschicht / so beger ich der

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  1. Vorlage: dncaten
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unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt XLVIIr. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/93&oldid=3306759 (Version vom 31.7.2018)