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Seite:Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel.djvu/8

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nemen nüt das wil ich dich offenbar beweisen / gang hi sitz vff dein eigen pferd / vnd so wil ich hinder dich sitzen vnd stil schweigen mit dir reiten durch die gassen / noch werden sie vff mich liegen vnd sagen was sie woellen des nym acht. Also thet der vatter vnd name in hindersich vff das pferd. Also lupfft sich Vlenspiegel hinden vff mit dem loch / vnd ließ die lüt ye in den arß sehen / vnd saß da wider nider. Da zoegten die nachburn vnd nachbürin vff in / vnd sprachen / pfey dich an wol ein schalck ist dz Da sprach Vlenspiegel / hoer vatter du sihest wol das ich stilschweig vnd niemant nüt thů / noch dan sagen die lüt ich sei ein schalck. Also thet der vatter eins vnd satzt vlenspiegel seinen lieben sun für sich vff das pferd / da saß vlenspiegel stil / aber er spert das mul vff vnd zannet dye bauren an / vnd reckt die zungen vß / da luffen die lüt zů vnd sprachen sehen zů wol ein iunger schalck ist das. da sprach der vatter / du bist freilich in einer vnglückseligen stund geborn / du sitzest stil vnd schweigest vnd thůst nieman nichts / noch dan sagen die lüt du seiest ein schalck. Also zoch sein vatter mit im von dannen vnd zoch mitt hauß in das Megdburgisch land vff die Sal dz wasser da her wz Vlenspiegels můter / vnnd bald darnach da starb der alt Claus vlenspiegel / da bleib die mueter bei dem sun. Also ward die můter arm vnd vlenspiegel wolt kein handtwerck lernen / vnd was da bei sechzehen iar alt / vnd dumelte sich / vnd lernt mancherlei genckerei.

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unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt IVv. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/8&oldid=3306744 (Version vom 31.7.2018)