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als ir sagten das ich vorhin solt gon. Der meister der schwig stil / wann er dorfft sein / vnd gedacht / wan ich das mein bessern kan / so wil ich das wol mit im finden / vnd im dz abrechen an seinem lon. Also ließ der meister Vlenspiegeln arbeiten ein tag oder drei. Da hieß der meister vlenspiegeln die schermesser schleiffen. Vlenspiegel sprach ia gern. Der meister sagt / schleiff sie glat vß dem rücken gleich der schneiden. Vlenspiegel sagt ia / vnd begund ze schleiffen den schermessern die rücken gleich als die schneide / der meister kam vnd wolt zů sehen wz er daruß macht / so sah er das die messer die er geschliffen het der rück was als die schneid / vnd die messer die er vff dem schleiffstein het / die schliff er auch darnach. Da sagt der meister wie machstu das / das würt boeß ding. Vlenspiegel sagt wie solt das boeß ding werden / in ist doch nit wee / dann ich thů als ir mich geheissen haben. Der meister warde zornig / vnd sagt. Ich hieß dich das du ein boeß verheit schalck bist / hoer vff vnd laß dein schleiffen / vnd gang wider hin da du har bist kummen. Vlenspiegel sagt ia / vnd gieng in die stuben / vnd sprang zů dem fenster wider hinuß / da er hinyn kummen was. Da ward der bartscherer noch zorniger / vnd lieff im nach mit dem bittel / vnd wolt in fahen / das er im die fenster bezelt / die er im zerbrochen het. Aber Vlenspiegel was endlich / vnd kam in ein schiff vnd von land.

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unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt CVIr. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/211&oldid=3306632 (Version vom 31.7.2018)