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dan das pferd. Der pfaff het das pferd gantz lieb / vnd het im lieber all sein barschafft geben / wann er das pferd solt verlassen / vnnd verließ das on seinen danck / dann die not bracht in darzů / vnd gab Vlenspiegeln das pferd / vnd ließ in da mit hin reiten. Also reit vlenspiegel mit des pfaffen pferd geen Wulffenbütel. Also kam er vff den dam / da stůnd der hertzog vff der teghebrucken / vnd sach Vlenspiegeln mit dem pferd daher traben. Von stund zoch der fürst den rock vß / den er Vlenspiegeln gelobt het / vnd gieng im vnder augen vnd sprach. Sehin mein lieber Vlenspiegel / hie ist der rock den ich dir gelobt hab. Also fiel er von dem pferd / vnnd sprach. Gnediger herr hie ist euwer pferd / vnd was dem hertzogen groß zů danck / vnd můst im das erzelen / wie er das pferd von dem pfaffen gebracht het / das lacht der fürst vnnd was froelich dauon / vnd gab Vlenspiegeln ein ander pferd zů dem rock / vnd der pfarrer betrüpte sich vmb das pferd / vnd schlůg die magt offt vbel darumb. Also das im die magt entlieff / da ward er ir beide ledig.


Die .XXXIX. history sagt wie vlenspiegel

sich verdingt zů einem schmid / vnd wie er ym die belg in den hoff trůg.

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unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt LVr. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/109&oldid=3306518 (Version vom 31.7.2018)