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Hans Franz Kannengießer (Pseudonym): Die vierbeinigten Philosophen. Ein Trauerspiel in einem Act.

Hr. v. Albern. Er ist ein grober ungeschliffener Mensch. Weiß er, daß ich ihn ins Hundeloch stecken lassen kann?

Schlachter. Da mach ich my den Schinder uth; aber hohl mich der Deewel, kam ich los, so schlag ich dem Herrn de Knochen lahm. (indem er in die Tasche greift und 5 Species auf dem Tisch wirft) Geld hef ich noch! Aber nu laß he mich gliek gahn. Sonst –

Hr. v. Albern. (pfeift).

Eilfter Auftritt.

Jäger (nebst noch einigen Häschern treten auf).

Hr. v. Albern. Den Frevler acht Tage bey Wasser und Brodt! Seinen Hund hat Hannes zu expediren.

Packan (lacht laut auf und wirft, als man seinen Herrn anfaßt, den Jäger zu Boden, beißt dem einen Häscher die Nase, dem andern ein Ohr ab; beyde laufen in vollem Schreyen davon.) Lange habt ihr Menschen und Hunde gehudelt, ohne bestraft zu werden; mir war es vorbehalten, euch zu züchtigen. (nachdem er Herrn von Albern in die Haare gefallen und ihn unter den Tisch geworfen, folgt er seinem Herrn, der zuvor seine 5 Species wieder eingestrichen, und ruft noch zur Thüre hinein:

Ihr Bürger von Halberna, seht
Unterm Tisch liegt eure Majestät!
Der Vorhang fällt.
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Hans Franz Kannengießer (Pseudonym): Die vierbeinigten Philosophen. Ein Trauerspiel in einem Act.. , Heimberg 1802, Seite 16. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_vierbeinigten_Philosophen.djvu/16&oldid=- (Version vom 20.8.2021)