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„fühle“, air. airigim; æšcəx „seltsam“, mir. aiste; æcn̥̄ „stechginster“, air. aitenn; brȧ „malz“, mir. mraich braich; bŭȧl „segen“, mir. bail; bŭȧlə bŭælə „dorf“, mir. baile; bŭæńə bŭȧńə „milch“ mir. bainne, air. banne; bŭæšcĭm „taufe“, air. baitsim; dȧŋn̥ dæŋn̥ „fest“, dȧŋnīm dæŋnīm „befestige“, air. daingen; dȧŕ „eiche“, air. dair; fŭȧcçəs fŭæcçīs (II 107, 23 irrtümlich: fȧcçəs fȧcçīs) „befürchtung“, mir. faitches, air. faitech; flæhəš „himmlisches reich“, flæhūl „gastfreundlich“, flæhūləxt „gastlichkeit“, air. flaith; fŭæŕəǵə fŭȧŕəǵə „see“, air. fairgge; gȧnə „sand“, mir. ganem; gȧŕəȷ (neben geŕəȷ) „kurz“, air. garit; gȧšḱiəx (neben gašḱiəx) „held“, mir. gascedach; kȧhĭm „verzehre“, air. caithim; kȧĺəx „hexe“, air. caillech (vgl. Z.-E. 811 und II 279, 3); kȧlīn „mädchen“, mir. caile; kȧnc „erzählen“, kȧncīm „erzähle“, mir. caint; kȧŕəǵəx (neben kaŕəǵəx) „felsig“, mir. caircech; klȧš „furche“, mir. class; klȧvə „schwert“, mir. claideb; kræg ḱŕæg (neben kreǵ ḱŕeg ḱŕeǵ) „felsen“, air. caric; mŭȧ „gut“, air. maith; mŭȧȷə „holz, stock“, mir. maite; mŭȧȷn̥ „morgen“, air. matin maten; mŭȧŕəǵ mŭæŕəǵ „weh“, mir. mairc; pŭȧȷŕ̥ „vaterunser“, mir. paiter, air. pater; ræńəx „farn“, mir. raithnech; tȧńīm tȧnīm tȧńĭm tȧnĭm „gefalle“, mir. taitnim; tȧŕnīm „ziehe“, mir. tairngim; tȧrn̥c „ziehen“, im anschluss an tȧŕnīm, neben tarn̥c, mir. tarraing; tæš „feucht“, tæšləx „feuchtigkeit“, mir. tais; tæšḱə „aufbewahren“ mir. taiscid.

In den wörtern bŭȧnc bŭænc „schlagen“ etc. air. buain; wæm „von mir“, air. úaim; wæc „von dir“, air. úait; wæń „von uns“, air. úain; wænə (neben uənə) „grün“, mir. úane, ist das dem æ (bezw. ȧ) zu grunde liegende vollbetonte a vor palatatalisiertem konsonanten (vgl. § 98) erst durch eine akzentverschiebung entstanden.

§ 36. In einigen wörtern vertreten æ und ȧ ein altes o vor palatalisiertem konsonanten (vgl. § 98), z. b. in ȧfŕn̥̄ „messopfer“, mir. oifrend (lat. offerendum); kȧĺĭm kȧĺə „verliere, verlieren“, mir. coll; kræḱn̥̄ „haut“ (neben kreḱn̥̄), air. crocenn; in einigen a vor indifferentem konsonanten (vgl. § 98), z. b. in ækəš „fluch“, ækəšəx „mürrisch“, mir. accais; ȧnəv „selten“, mir. andam; æšcŕ̥ „reise“, mir. astur; klȧn̄ (neben klan̄), nachkommenschaft“, air. cland; mŭȧŕīm mŭæŕīm „verbleibe, wohne“, air. maraim.

Empfohlene Zitierweise:
Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/37&oldid=- (Version vom 31.7.2018)