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bei hellem Tageslicht sicherlich nachspüren, dann mußte er mit seiner kleinen Gefährtin die Höhle verlassen und wie ein gehetztes Wild auf der Insel umherirren …! War’s da nicht richtiger, wenn er dem Manne ehrlich gegenübertrat und ihn wieder zu versöhnen suchte …?!

So kroch er denn unter dem Bette leise hervor, trat in die halb offene Tür der Vorratskammer und sagte mutig:

„Hier bin ich, Herr Goretzki!“

Der Einsiedler fuhr herum.

„Ha – also wirklich – Du bist’s! – Undankbarer, lohnst Du mir so das Gute, das ich an Euch tat …?!“

Heinrich schaute den seltsamen Mann offen an. Und ohne jede Beschönigung erzählte er nun, aus welchen Gründen die Idee in ihm aufgetaucht war, den Geheimnissen des unsichtbaren Bewohners dieses Eilandes nachzuspüren. Und je länger er redete, desto kecker und zuversichtlicher wurde er. Zum Schluß erklärte er dann:

„Sie sehen also, Herr Goretzki, daß es nicht lediglich Neugierde war, die mich dazu trieb, Ihnen nachzuschleichen! Ich mußte wissen, wer uns in so auffälliger Weise davor warnte, vorüberkommende Schiffe herbeizurufen, und wer es uns dadurch unmöglich machte, wieder in bewohnte

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 46. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/47&oldid=- (Version vom 31.7.2018)