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Lektüre jedoch nicht. Er hörte draußen vor dem Hause das Poltern von Steinen, die der eilige Fuß eines Menschen aus ihrer Lage verschoben haben mußte. Wie ein Blitz fuhr er empor, zwei Sätze brachten ihn bis zu dem Bett hin, und hastig zwängte er sich nun darunter. – Keinen Augenblick zu früh! Das Knarren der Eingangstür sagte ihm, daß der seltsame Mann wirklich zurückgekehrt war.

Dann begann auch schon der Papagei mit seinem wenig höflichen Begrüßungsruf. „Dieb – Spitzbube, Dein Gewissen läßt Dir keine Ruhe!“

Der Knabe, der jetzt von seinem Versteck aus nur die Stiefel des eintretenden Goretzki sehen konnte, hörte diesem mit trauriger Stimme sagen:

„Warum empfängst auch Du mich immer mit diesen vorwurfsvollen Worten, Jocko?! Ist es nicht genug, wenn mein eigenes Herz sie mir ständig zuflüstert! – Du ahnst ja nicht, Jocko, wie zerstreut Dein Herr schon ist …! War ich doch der Meinung, daß ich vorhin, als ich dem Jungen das Papier nach dem Steine hintragen wollte, die Strickleiter wie immer hochgehißt hätte! Und als ich nun auf dem halben Wege kehrtmachte, um den Kindern noch einige Brote mitzunehmen, sah ich, daß ich die Strickleiter unten hängen gelassen hatte! Soweit ist es mit mir schon gekommen, daß

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 44. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/45&oldid=- (Version vom 31.7.2018)