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ein Krankenpfleger umsorgte er sie, genau so, wie sie ihn damals in der engen Kammer an Bord der Brigg gehegt hatte. Jedenfalls schmeckte es ihr prächtig, und als Heinrich sie nun fragte, ob der Arm ihr sehr wehtue, schüttelte sie tapfer das Köpfchen und meinte. „Ich werd’s schon aushalten, Heini. Ich bin doch die Tochter eines mutigen Seemannes!“

Da wurde er ganz froh, als er sie so verständig sah. Er begann nun von dem Schicksal der Brigg und deren Besatzung zu reden. Einmal würde er ja doch von dem Kinde danach gefragt werden. So sprach er denn seine Überzeugung dahin aus, daß die „Marie“ bei dem Aufrennen auf die Klippe kaum schwerer beschädigt worden sein könne, da sie so leicht nachher wieder in freies Wasser abgetrieben wäre. Und selbst wenn sie ein Leck gehabt hätte, würde man sie mit Hilfe der Pumpen längere Zeit über Wasser halten können. Die Leute auf der Brigg befänden sich mithin außer jeder Gefahr, und Lottchen brauche sich um ihren Vater nicht weiter zu ängstigen.

Der Kleinen Gesicht hellte sich noch mehr auf. Ihr erschien dieser halbe Schiffbruch jetzt schon wie ein recht hübsches Abenteuer. Ganz fröhlich plapperte sie mit dem langaufgeschossenen Spielgefährten und meinte, sie befänden sich hier rein wie im

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 12. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/13&oldid=- (Version vom 31.7.2018)