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     wo nach die welt ietz hefftig fecht
Do selbist schucht sy groeblich dran
     als leg ir nit ein herly an
Ach got es gschicht ietz allen tag
     das der esel clagt den sack
Nit den er vff dem rucken dreyt
     den der do vff der erden leyt
Glych als do thet die puren magt
     do sy der knecht vnzymlich endackt
     gar bald sie mit dem essel clagt
Wie bistu so ein grober mann
     das du mich griffst so freuel an
     hetstu doch vor ein ringen gethan
Zwing mich mit gewalt darzuo
     ee das ich deinen wyllen thuo
Die ere will han recht so vil glimpff
     Vnd ein furfechten diser schimpff
Ich thuo es nit gern das ist mein clag
     yo do der sack vff der erden lag
     den klagt der essel noch hüt betag
Der esel lernt ietz vnderen wyben
     das sie vil grosser clagen tryben
Wie man in dieg an gewalt
     yo wie dem essel der sack entpfalt
Sie werffens hindersich so wytt
     vnd fieren solchen widerstreyt
Vnd lydendt so ein grosse not
     das in der schleyer felt ins kodt


Empfohlene Zitierweise:
Thomas Murner: Die Mülle von Schwyndelszheym vnd Gredt Müllerin Jarzeit. Straßburg 1515, Blatt 22v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_M%C3%BClle_von_Schwyndelszheym.djvu/44&oldid=- (Version vom 31.7.2018)