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der gesammten Theologie mit bestem Erfolge ab, weigerte sich aber, die Doctorwürde zu erwerben. Nach dem Tode Christophs wurde er am 8. Sept. 1637 zum Abt gewählt und starb nach einer segensreichen Regierung am 24. März 1658. Er hinterließ als Manuscript (im Archive):

Memorabilia, quae circa statum monasterii Sanctae Crucis, Universum Ordinem Cisterciensem atque politiam ab anno 1637° acta fuere a fr. Michaele Schnabel, Abbate S. Crucis breviter adnotata (4°).

442. Robert Mädl,

am 1. Jänner 1603 zu Wien geboren, wurde am 30. Nov. 1622 eingekleidet, legte am 1. Jänner 1624 die Profess ab und feierte am 1. Jänner 1626 seine Primiz. Vom 1. Nov. 1625 bis 12. März 1627 war er Kämmerer und Küchenmeister, vom 1. Nov. 1625 bis 8. März 1626 Kellermeister und vom Februar 1626 bis 15. Dec. 1627 Vicar von Gaden. Am 15. Dec. 1627 wurde er Pfarrverweser in Winden, kam aber von dort am 18. Sept. 1628 wieder ins Stift zurück, wo er bis 1630 abermals das Amt eines Vicars von Gaden versah. Vom Mai 1633 bis 1634 hospitierte er im Stifte Viktring in Kärnten, wurde nach seiner Rückkehr 1635 Pfarrer in Niedersulz und verblieb dort bis zum 3. April 1645. An diesem Tage wurde er durch den Einfall der Schweden zur Flucht nach Ungarn gezwungen, von wo er nach Wien zurückkehrte. Von Anfang bis zum Herbst des Jahres 1646 versah er die Pfarre Podersdorf, wurde aber im Herbst 1646 abermals Pfarrverweser in Niedersulz, wo er am 1. Mai 1647 starb und in der Pfarrkirche sein Grab fand.

443. Johann Wilhelm Schaffer,

im Nov. 1605 zu Olmütz geboren, begann am 30. Nov. 1622 das Noviziat und legte am 1. Jänner 1624 die Profess ab. Seine Primiz feierte er am 26. Dec. 1629. Vom 17. Sept. 1628 bis 6. August 1629 war er Kämmerer, 17. Sept. bis 20. Nov. 1628 zugleich Waldschaffer und vom 15. April bis 6. August 1629 Kastner. 1630 wurde er Subprior und Novizenmeister, kam aber schon am 2. Juni 1630 als Verwalter nach Königshof. Im März 1633 ins Stift zurückberufen, bekleidete er bis Jänner 1634 abermals die Stelle eines Subpriors und Vicars von Gaden, war hierauf bis 24. Nov. 1626 zum zweitenmale Verwalter von Königshof und vom 1. Dec. 1636 bis 6. Dec. 1637 Hofmeister in Wien. Er versah dann bis 7. Februar 1639 im Stifte das Amt eines

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/87&oldid=- (Version vom 18.6.2020)