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feierte ain 29. Sept. 1755 seine Primiz. 1753 war er Amanuensis des P. Prior, 1754 bis c. 1756 Theologie-Professor im Stifte und 1756–1757 Convictspräfect. C. 14. Oct. 1757 bis c. 14. Oct. 1761 wirkte er in der Seelsorge zu Mönchhof, war hierauf Nov. 1761 bis Juli 1764 Pfarrverweser in Steinbruch, c. 1764 bis 1766 Novizenmeister und 1766 bis c. 15. März 1768 Pfarrverweser in Trumau. 1768–1770 war er in der Seelsorge (und nach Doczy auch als Kastner) in St. Gotthard beschäftigt und c. 18. Februar 1770 bis c. 12. August 1772 administrierte er die Pfarre Jennersdorf. Er verwaltete hierauf 1773–1774 Mönchhof und 1774–1776 Königshof, bekleidete 1776–1780 das Amt eines Kämmerers, kam dann als Verwalter nach Niederleis, starb aber dort schon am 21. Sept. 1780.

712. Michael Neuwirth

wurde in Niederösterreich (wo?) am 5. Nov. 1718 geboren und legte als Laienbruder am 8. Dec. 1752 die Profess ab. Er war als Kunsttischler im Stifte beschäftigt und starb am 10. Februar 1767.

713. Marian Reutter,

am 10. Jänner 1734 zu Wien geboren, legte am 2. Juli 1753 die Gelübde ab und feierte am 23. Jänner 1757 seine Primiz. Er trug zunächst Theologie im Stifte vor, wirkte c. 2. Nov. 1761 bis Ende Oct. 1765 und 1768–1771 als Pfarrverweser in Trumau, 1771 bis Sept. 1776 als Pfarrverweser in Münchendorf, bekleidete Sept. 1776 bis Jänner 1778 das Amt eines Subpriors und Novizenmeisters und 1777–1778 das eines Bibliothekars, war hierauf Jänner 1778 bis Mai 1788 abermals Pfarrverweser in Münchendorf und wurde im Mai 1788 als Prior und Administrator des Stiftes eingesetzt. Nachdem Kaiser Leopold II. nach mehr als dreijähriger Sedisvacanz die Erlaubnis zur Abtwahl gegeben hatte, wurde er am 10. Nov. 1790 zum Abt gewählt und starb als Senior und Jubelprofess zu Wien am 21. Oct. 1805. Sein Leichnam wurde ins Stift überführt und im Conventfriedhofe beigesetzt. Doczy nennt ihn: „Vir scientiis clarus et animarum curator nimium zelosus.“ Nach Wolfsgruber (Cardinal Migazzi) vertheidigte er 1757 Thesen über die Briefe des heil. Cyprian, die er dem Fürsterzbischof Migazzi von Wien widmete. Im Drucke erschien:

1. Panegyricus Divi Joanni Evangelistae coram antiquissimae ac celeberrimae Universitatis Viennensis Senatu Populoque Academico: cum in Metropolitana

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 186. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/203&oldid=- (Version vom 2.7.2020)