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der Seelsorge und zuletzt als Beichtvater thätig und starb als Profess- und Priester-Jubilar am 20. August 1779. „Omnium amator et ab omnibus amatus“ (Doczy).

647. Martin Vogel,

am 15. Mai 1702 zu Wien geboren, legte am 19. März 1724 die Gelübde ab und feierte am 15. Sept. 1726 seine Primiz. Er wirkte beinahe seine ganze Lebenszeit in der Seelsorge, und zwar: 1729–1788 als Vicar von Gaden, 1733–1735 als Cooperator in Niedersulz und 1736 bis 1739 wiederum als Vicar von Gaden. 1739–1740 war er Küchenmeister, c. 18. Juni 1741 bis c. 24. Februar 1742 Cooperator in Mönchhof und Juli 1743 bis Dec. 1746 Pfarrverweser in Steinbruch. 1749 wurde er Kellermeister im Stiftshofe zu Wien und 4. Nov. 1750 Pfarrverweser in Winden, wo er am 30. Juli 1753 starb und begraben wurde. „Vir sinistrae fortunae casibus multum exercitus, quos tamen patientia adiutrice aeque sustinuit“ (Doczy).

648. Caspar Schrezenmayr

war am 13. August 1693 zu Eschingen in Schwaben geboren und legte als Laienbruder am 19. März 1724 die Profess ab. Er war ein ausgezeichneter Kunsttischler, arbeitete an zwei (nicht näher bezeichneten) Altären der Stiftskirche und am Chorgestühle, wurde jedoch 1734 mit der ersten Colonie nach St. Gotthard geschickt, wo er die ganze Zeit seines Lebens bei der inneren Ausschmückung des neuen Stiftsgebäudes thätig war. Von ihm rührt die Kanzel her, sowie die Tischlerarbeiten an den Altären, die schönen eingelegten Arbeiten in der Bibliothek und Sacristei, sowie die meisten anderen Holzarbeiten des Stiftes. Hochbetagt starb er in St. Gotthard am 4. April 1782.

649. Sebastian Siebenbürger,

am 31. März 1693 zu Milchdorf in Ungarn geboren, legte als Laienbruder am 19. März 1724 die Gelübde ab. Er war 3. Februar 1725 bis c. 1730 Subsacrista, 1730–1735 Pförtner und Refectorar und 1735–1736 Kastner in Königshof, wo er am 25. März 1736 starb. Er wurde in der Pfarrkirche zu Steinbruch begraben. „Praeclara horologia solaria confecit“ (Seywitz).

650. Friedrich von Hinke

(al. Hinsky) wurde am 3. März 1698 zu Mohrungen in Ostpreußen von protestantischen Eltern geboren, trat in den Militärdienst, wurde aber von dem Jesuiten

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 165. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/182&oldid=- (Version vom 19.6.2020)