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Die frequentat, in Silentio soli Deo servire studens.“ Er starb am 13. Mai 1753.

645. Karl Mayr,

am 1. Nov. 1701 zu Wartenstein in Niederösterreich geboren, legte am 19. März 1724 die Profess ab, machte seine theologischen Studien in Wien und feierte am 20. August 1726 die Primiz. 1728–1734 war er Convictspräfect, 1734–1737 Kastner in Ober-Waltersdorf, 1737 bis c. 1743 Professor der Moraltheologie und Bibliothekar, 1738–1743 Subprior und 1738–1741 zugleich Vicar von Sittendorf. 1743 wurde er Verwalter und Pfarrverweser in Mönchhof, kam von hier 1747 als Prior und Administrator nach St. Gotthard, verwaltete 1753–1754 abermals Mönchhof und seit 1754 Königshof. Er bekleidete hierauf im Stifte (? bis c. 1763) das Amt eines Priors, war c. März 1763 bis c. 1768 wiederum Verwalter von Mönchhof und 1770–1774 abermals Prior in St. Gotthard. Ins Stift zurückgekehrt, versah er 1774 bis zu seinem Tode noch das Amt eines Beichtvaters der Conventualen und starb als Senior, Profess- und Priester-Jubilar am 17. Nov. 1780. Er wurde als letzter unter den Conventualen im Kreuzgange (nördlichen Flügel) begraben. Als Professor der Theologie verfasste er eine

Theologia moralis in drei Bänden. 1738. (Cod. 490–492 der Stiftsbibliothek.)

646. Placidus Zimmermann,

am 22. März 1702 zu Wien geboren, legte am 19. März 1724 die Profess ab und primizierte am 8. Sept. 1726. Er war zunächst Sacrista und wirkte hierauf c. 19. Februar 1730 bis c. 22. Oct. 1734 als Cooperator in Mönchhof. 1734 wurde er mit der ersten Colonie nach St. Gotthard geschickt, wo er Sonn- und Festtagsprediger war, kehrte aber 1735 wieder nach Heiligenkreuz zurück und versah hier das Amt eines Novizenmeisters. Während der Administration Baumgartenbergs durch P. Christian Eberl (1737–1741) war er daselbst Subprior und wirkte hierauf als Pfarrverweser: Jänner 1741 bis Juni 1743 in Steinbruch und 1743–1745 in Winden. Am 29. März 1745 wurde er Subprior in Heiligenkreuz, kam aber schon 4. Sept. 1746 als Pfarrverweser nach Niedersulz, wo er bis 1756 blieb. Er administrierte hierauf Jänner 1757 bis Jänner 1760 die Pfarre Podersdorf. Seine übrige Lebenszeit verbrachte er in St. Gotthard, war dort in

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 164. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/181&oldid=- (Version vom 19.6.2020)