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die Primiz. Vom 2. Nov. 1717 bis 11. Mai 1720 war er Vicar von Gaden und Sittendorf, 11. Mai 1720 bis 6. Juli 1726 Registrator, 6. Juli 1726 bis c. 1729 Kämmerer, 1730–1732 Archivar und Kellermeister im Stiftshofe zu Wien und 1732 bis 1734 abermals Kämmerer. Im Herbste 1734 kam er als Prior und Administrator mit der ersten Colonie nach St. Gotthard, wo er bis 1737 verblieb, verwaltete 1737–1740 das Gut Wildeck, hielt sich hierauf als Valetudinarius im Stifte auf und wurde endlich im März 1743 Verwalter von Ober-Waltersdorf, wo er am 12. Februar 1744, vom Schlage getroffen, starb. Er liegt in der Pfarrkirche zu Trumau begraben. „Vir dexteritate pollens tum in spiritualibus, tum in temporalibus“ (Doczy).

625. Ignaz Grembs

(al. Krems) wurde am 20. Jänner 1687 zu Hall in Tirol geboren, legte am 8. Dec. 1710 die Gelübde ab und primizierte am 5. Juni 1713. Er war 6. Juni bis 7. Dec. 1711 Subsacrista und starb am 29. (al. 27. und 28.) Juli 1715. „Pius et zelosus“, nennt ihn das Nekrologium.

626. Hieronymus Nabicht

(al. Nobicht) war am 7. Dec. 1673 zu Sandau in Böhmen geboren, lernte das Schneiderhandwerk und legte als Laienbruder am 8. Dec. 1710 die Profess ab. 1735 bis zu seinem Tode, der am 25. Dec. 1741 erfolgte, war er Pförtner. „Paucorum omnino verborum vir“ (Seywitz).

627. Rochus Böhm

(al. Behemb), am 14. August 1694 zu Wien geboren, legte am 24. Mai 1711 die Profess ab, feierte am 11. Sept. 1718 die Primiz, starb aber bereits am 19. Februar 1719 und wurde in der Krypta der Kreuzkapelle begraben.

628. Ladislaus Frieweiß,

am 4. April 1691 zu Breitenbrunn (al. Rackendorf) in Ungarn geboren, legte am 24. Mai 1711 Profess ab und primizierte am 14. April 1716. Er hielt sich vom 5. April 1717 bis 19. August 1719 in Lilienfeld auf, wo er seine theologischen Studien fortsetzte, war 1. Sept. 1719 bis 22. Februar 1726 Sacrista, 22. Februar bis 1. März 1726 Küchenmeister und wirkte hierauf als Pfarrverweser: in Steinbruch 1. März 1726 bis Jänner 1730, in Trumau Juli 1731 bis 28. Nov. 1732, in Winden 4. Dec. 1733 bis 30. Jänner 1739, hielt sich 1739–1740 als Curat in St. Gotthard auf und war 1743 bis zu seinem Tode Pfarrverweser in Niedersulz.

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 158. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/175&oldid=- (Version vom 25.6.2020)