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Vergeblich suchte er in Königshof Erholung; er starb zu Wien am 27. Juli 1708 und wurde im Stifte im westlichen Flügel des Kreuzganges begraben. „Candidus erat in conversatione, qua se omnibus affabilem exhibuit, candidus in officiis sibi commissis, quae sincero semper paratoque administravit affectu“ (Höffner).

574. Heinrich Kleinedem

wurde am 16. Juli 1661 zu Ottmachau in Preußisch-Schlesien geboren und legte als Laienbruder am 25. Nov. 1689 die Profess ab. Er war vom 5. Mai bis 28. Dec. 1691 als Subsacrista und vom 28. Dec. 1691 bis26. Dec. 1694 als Kastner in Niederleis thätig, kam am 23. Jänner 1695 als Verwalter nach Enzersdorf, von hier am13. August 1698 als Verwalter nach Tallern und am 12. Mai 1703 in gleicher Eigenschaft wieder nach Enzersdorf, wo er bis 5. Jänner 1706 verblieb. Im Stifte war er hierauf vom 6. Jänner bis 6. Juni 1706 Küchenmeister und vom 6. Juni bis 8. Nov. 1706 Subsacrista. Am 8. Nov. 1706 übernahm er abermals das Amt eines Verwalters in Tallern, wo er bis an seinen Tod wirkte. Er starb daselbst am 16. Oct. 1721 und wurde im Stifte begraben. „Vinearum culturam gnare intellexit egitque fidelem oeconomiun“ (Cor. fratr.).

575. Bernhard Schwarzbauer,

am 7. Jänner 1672 zu Wien geboren, wurde am 19. August 1689 eingekleidet, legte am 20. August 1690 die Profess ab und primizierte am 2. Juli 1696. Er war vom 12. Juni 1696 bis 16. Juni 1698 Adjunct des Schaffners der hinteren Waldungen, 16. Juni 1698 bis 9. Mai 1700 Küchenmeister, 9. Mai 1700 bis 7. Nov. 1702 Schaffner der hinteren Waldungen, 17. Nov. 1702 bis 24. Sept. 1705 Hofmeister in Wien, 27. Sept. 1705 bis 19. August 1707 Kämmerer, 19. August 1707 bis 2. Februar 1709 Subprior und Vicar von Gaden, verwaltete hierauf 27. Jänner 1709 bis28. Jänner 1713 das Gut Wildeck und vom 28. Jänner 1713 bis an seinen Tod Trumau. Er starb am 11. Juni 1724 im Stiftshofe zu Wien und wurde im nördlichen Flügel des Kreuzganges begraben. „Fuerat singularis B. Virginis Mariae cultor, devotus, doctus Religiosus, fidelis, providus, bonus oeconomus, fratrum amator, videbatur ad maiora natus, siquidem Augustissimum Caesarem Carolum sextum sibi valde alloquio habuit

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 135. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/152&oldid=- (Version vom 19.6.2020)