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Universität und feierte am 7. Oct. 1663 seine Primiz. Er wirkte vom Oct. 1668 bis 1665 als Vicar von Gaden und Convictspräfect, 1665 bis Nov. 1666 als Pfarrverweser in Steinbruch, hospitierte vom 30. Jänner bis 29. Sept. 1667 in Säusenstein, war nach seiner Rückkehr vom 29. Sept. 1667 bis 22. April 1668 Bibliothekar, 22. April bis 20. August 1668 Pfarrverweser in Trumau, 22. August 1668 bis 5. Jänner 1669 Pfarrverweser in Mönchhof, verwaltete vom 6. Jänner 1669 bis 5. Februar 1670 das Gut Niederleis und war vom 25. Februar 1669 bis 5. Februar 1670 zugleich Grundbuchschreiber für die jenseits der Donau gelegenen Güter des Stiftes. Er bekleidete hierauf vom 5. Februar 1670 bis 5. Jänner 1674 das Amt eines Grundbuchschreibers, 19. Jänner 1671 bis 23. Jänner 1673 das eines Hofmeisters zu Wien und wurde dann ins Stift zurückberufen, wo er vom 23. Jänner 1673 bis 2. Nov. 1676 Beichtvater der Conventualen, 4. Juni 1673 bis 2. Nov. 1676 Subprior, 1674 Professor der Philosophie und 5. Jänner bis 20. August 1675 abermals Grundbuchschreiber war. Am 2. Nov. 1676 wurde er zum Prior ernannt und hatte dieses Amt inne, bis er am 7. Jänner 1682 die Pfarre Podersdorf übernahm. Von dort kam er am 7. Jänner 1683 als Verwalter nach Trumau, wo er bis zu seinem Tode blieb. Beim Herannahen der Türken flüchtete er sich ins Gebirge, kehrte nach der Befreiung Wiens wieder nach Trumau zurück, wurde aber von der infolge der verseuchten Luft ausgebrochenen Pest ergriffen und starb am 8. Februar 1684. Er liegt im westlichen Flügel des Kreuzganges begraben. „Vir doctus, conscientiosus, in actibus et officiis suis accuratus et fidelis prudensque oeconomus, disciplinae regularis zelator et Religionis suae amator“ (Höffner).

522. Sebastian Kärgl

(al. Kaigl), am 3. Juni 1613 zu Aichstetten in Bayern geboren, legte am 29. Sept. 1657 als Laienbruder die Profess ab, war 1658 bis 12. Nov. 1660 Refectorar, 12. Nov. 1660 bis 29. Dec. 1671 Kastner in Mönchhof und starb im Stifte am 22. Jänner 1672 an der Wassersucht. „Homo vere simplex et rectus, veterum conversorum in labore manuum sincerus et strenuus aemulator“ (Höffner). „Vir de humilitate specialiter cominendatus, dum nonnisi abiectissimos labores anhelaverit“ (Seywitz).

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 104. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/121&oldid=- (Version vom 18.6.2020)