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besuchen, um uns die Elemente ihrer Sprache zu lehren, so konnte ich nicht einen einzigen Sewtsae herausfinden oder Einen, der die niedrigste Stufe ihrer literarischen Leiter erklommen hatte. Manche von ihnen würden kaum von einem Chinesen angenommen werden, seinen Kindern die ersten Anfangsgründe beizubringen. Der Schreiber Dieses kann sich wohl damit brüsten, einen der talentvollsten Leute zur Seite gehabt zu haben, einen Mann, der bereits in Canton als der Übersetzer von Äsops Fabeln bekannt war, und seiner Bildung die verdiente Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, müssen wir sagen, dass Jedermann mit der Übersetzung jener Fabeln zufrieden war, das heisst, wer hinlängliche Bildung sie zu lesen und zu verstehen, besass. Und dennoch ist seine Kenntniss beschränkt. Da ich Gelegenheit hatte, ihn während der Übersetzung dieser wenigen Bogen beständig um Rath zu fragen, so war es mir doch ausser allem Spass, als er mir die Erklärungen der wichtigsten Stellen ganz ins Blaue hinein machte; denn die heute mir gegebene Erläuterung sah morgen ganz anders aus, und als ich ihn des Widerspruchs zieh, pflegte er blos zu sagen, „dass jeder Leser chinesischer Poesieen diese auf eigene Art lesen würde, und dass Jedermann eine verschiedene Auslegung habe; quot homines tot sententiae.“ Ich schlug daher Herrn Davis Weg ein, nämlich verschiedene Sëen sang besonders so befragen, aber dies machte mir nur neues Ärgerniss. Ihre

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unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 106. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/108&oldid=- (Version vom 31.7.2018)