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Der Storch.


Nach dem Frieden.


     Willkumm Her Storch! bisch au scho do,
und schmecksch im Weiher d’ Frösche scho?
Und meinsch der Winter heig si Sach,
und ’s besser Wetter chömm alsgmach?

5
     He jo, der Schnee gieng überal;

me meint, es werd scho grün im Thal.
Der Himmel isch so rein und blau,
und ’s weiht ein a so mild und lau. —

     Nei loset, wiener welsche cha!

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Verstoht men au ne Wörtli dra?

Drum chunnt er über Strom und Meer
us wite fremde Ländere her.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Peter Hebel: Allemannische Gedichte. Macklots Hofbuchhandlung, Karlsruhe 1803, Seite 152. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:AllemannischeGedichte_Hebel.pdf/164&oldid=- (Version vom 25.11.2023)