Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Salig

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Titel: Salig
Untertitel:
aus: Voigtländischer Kreis, in: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 5, Seite 212
Herausgeber: Gustav Adolf Poenicke
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: o. J. [1859]
Verlag: Expedition des Ritterschaftlichen Album-Vereins
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: SLUB DresdenCommons
Kurzbeschreibung:
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Salig


ein Dorf mit 33 Häusern und 190 Bewohnern, welche früher zum Voigtsberger Amte, jetzt zum Gerichtsamte Schöneck gehören und nach Marieney in die Kirche gehen.

Der Ort selbst liegt 3/4 Meile von Markneukirchen zunächst bei Schöneck, am Wege nach Adorf in wilder Gegend, und reint mit Marieney, Wohlbach und Eschenbach.

Der Boden ist wenig ergiebig und nur mit dem grössten Fleisse kann der Erde die Frucht abgewonnen werden.

Ehemals war hier ein sehr starkes Rittergut, welches jetzt ganz getheilt und zerschlagen ist. Es gehörte solches in den frühesten Zeiten und mehre Jahrhunderte hindurch ebenfalls den Herren von Thoss, von welchen es der Stadtrath zu Adorf acquirirte, welcher bis auf die neuesten Zeiten die Rittergutsfähigkeit von Salig erhalten hat.

Die Erbgerichtsbarkeit hatte indess der Stadtrath schon 1840 an die Regierung abgetreten und zwar die Hälfte von Salig; denn die andere Hälfte war nebst Obergerichten über das Ganze von jeher dem Staate zugehörig.

Jedoch war auch der Rath zu Oelsnitz lehnbetheiligt.

Die Schule in Salig ist seit 1840 erbaut. Das Besetzungsrecht der Schulstelle steht der dortigen Gemeinde zu.

Die Bewohner nähren sich ebenfalls von Blattstichnähen, welche Arbeit selbst Knaben verrichten.