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Textdaten
Autor: Ludwig Thoma
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Titel: Neujahr bei Pastors
Untertitel:
aus: Gesammelte Werke. Erster Band: Autobiographisches und ausgewählte Gedichte. S. 388
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1922
Verlag: Albert Langen
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Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Jahreswechsel
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[388] Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: „Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

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Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,

Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Und daß ihr Gott von Herzen danket,

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Auch in der Liebe nimmer wanket,

Weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,

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Doch weise war, durch seine Gnade

– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

In diesem Sinne, meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne

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– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –


Wir bitten Gott, daß er uns helfe
Auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.“