Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Semĕle“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 14 (1889), Seite 851
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Semĕle. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 14, Seite 851. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Sem%C4%95le (Version vom 08.03.2023)

[851] Semĕle, in der griech. Mythologie Tochter des Kadmos und der Harmonia in Theben, Geliebte des Zeus. Aus Eifersucht überredete Hera in Gestalt ihrer Amme Beroe die S., den Zeus zu bitten, daß er in derselben Gestalt wie zur Hera zu ihr kommen möge. Zeus, der ihr feierlich die Gewährung einer Bitte zugesagt hatte, erschien hierauf unter Blitz und Donner, und so ward S. verzehrt. Sterbend gebar sie ein Kind, den Dionysos, welchen Zeus in seine Hüfte einnähte und bis zur Reife dort groß zog. S. bedeutet in diesem Mythus vermutlich die durch Frühlingsgewitter befruchtete Erde. Durch ihren Sohn ward sie später aus der Unterwelt als Thyone auf den Olymp versetzt.