Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Rubīni“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 1023
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Rubīni. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 1023. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Rub%C4%ABni (Version vom 02.02.2023)

[1023] Rubīni, Giovanni Battista, Opernsänger (Tenor), geb. 7. April 1795 zu Romano bei Bergamo, erhielt seine musikalische Erziehung von seinem Vater, begann seine Künstlerlaufbahn als Chorist in Bergamo und trat auf verschiedenen Bühnen Italiens in untergeordneten Rollen auf, bis er 1816 in Neapel von dem Opernunternehmer Barbaja engagiert wurde, zu dessen enormen Erfolgen in Neapel, Mailand und Wien zur Zeit des Rossini-Enthusiasmus er bis 1831 wesentlich beitrug, wie dies auch seine Gagen beweisen, welche Barbaja innerhalb des genannten Zeitraums von 5000 auf 60,000 Frank erhöhte. Später sang er abwechselnd in Paris und London mit größtem Erfolg, seit 1843, nachdem er mit Liszt eine Konzertreise durch Holland und Deutschland gemacht hatte, auch in Petersburg. Der ungeheure Beifall, den er hier fand, veranlaßte den Kaiser Nikolaus, ihn zum Generalgesangsdirektor zu ernennen, doch mußte er schon im folgenden Jahr Rußland des Klimas wegen wieder verlassen. In seine Vaterstadt zurückgekehrt, erwarb er dort eine ausgedehnte Besitzung nebst dem Herzogstitel und starb 2. März 1854 mit Hinterlassung eines Vermögens von 3½ Mill. Fr.