MKL1888:Reinick

Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Reinick“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 13 (1889), Seite 699
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Reinick. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 699. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Reinick (Version vom 11.04.2021)

[699] Reinick, Robert, Maler und Dichter, geb. 22. Febr. 1805 zu Danzig, war erst Schüler von Begas in Berlin, ging dann nach Düsseldorf und von da nach Italien und ließ sich später in Dresden nieder, wo er 7. Febr. 1852 starb. Als Maler und Dichter zugleich trat er mit seinen „Drei Umrissen nach Holzschnitten von A. Dürer mit erläuterndem Text und Gesängen“ (Berl. 1830) auf; später gab er mit Kugler das „Liederbuch für deutsche Künstler“ (das. 1833 u. öfter, mit Kupfern) heraus. Die frischen, sinnigen und liebenswürdigen „Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde“ (Düsseld. 1838, neue Ausg. 1852), welche 31 Originalradierungen von R. und andern Künstlern der Düsseldorfer Schule enthalten, trugen Reinicks Ruf in weitere Kreise. Mit Richter verband er sich zur Herausgabe von Hebels „Alemannischen Gedichten“, die er ins Hochdeutsche übertrug (Leipz. 1851); zu Rethels „Totentanz“ dichtete er die Verse. Seine „Lieder“ erschienen gesammelt Berlin 1844 (5. Aufl., mit Biographie von Auerbach, 1863). Bei der einfachen Natürlichkeit und Kindlichkeit seiner Muse war er ein trefflicher Dichter für die Jugend, wie sein „Illustriertes ABC-Buch“ (Leipz. 1845, 4. Aufl. 1876) und der „Deutsche Jugendkalender“ (das. 1849 ff.) beweisen. Nicht minder trefflich sind sein Märchen „Die Wurzelprinzessin“ (Leipz. 1848) und seine „Lieder und Fabeln für die Jugend“ (das. 1849). Seine „Dichtungen für die Jugend“ erschienen gesammelt (8. Aufl., Leipz. 1886).