Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Raffles“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Raffles“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 13 (1889), Seite 553
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[{{{Wikisource}}}]]
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Raffles. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 553. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Raffles (Version vom 19.09.2021)

[553] Raffles (spr. räffls), Sir Thomas Stamford, engl. Beamter in Ostindien, geb. 6. Juli 1781 am Bord eines Schiffs in Westindien, ward Schreiber im Ostindischen Haus zu London, 1804 Sekretär bei dem Gouverneur der Insel Pinang, 1811 nach der Eroberung Javas, bei welcher er dem Lord Minto wichtige Dienste geleistet hatte, stellvertretender Gouverneur dieser Insel, um deren Hebung in geistiger wie in materieller Hinsicht er sich große Verdienste erwarb. Nach Zurückgabe Javas an die Holländer kehrte er 1816 mit seinen naturwissenschaftlichen Sammlungen nach England zurück, erhielt aber bald darauf die Statthalterschaft von Benkulen, in welcher Stellung er durch die Gründung von Singapur (1819) dem britischen Handel einen Mittelpunkt im indischen Inselmeer verschaffte. Seine schwankende Gesundheit bewog ihn, 1824 nach England zurückzukehren, und er verlor dabei durch einen Schiffsbrand den größten Teil seiner wertvollen Sammlungen. Er starb 5. Juli 1826 in Highwood Hill. Von seinen Schriften ist die „History of Java“ (Lond. 1817, 2 Bde.; neue Aufl. 1830) hervorzuheben. Sein Leben beschrieb seine Witwe (Lond. 1830).