Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Quartīer“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 497
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Quartīer. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 497. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Quart%C4%ABer (Version vom 10.02.2024)

[497] Quartīer, früheres Flüssigkeitsmaß in Norddeutschland, meist = 1/4 Quart, in Hamburg = 0,906 Lit., Braunschweig = 0,937 L., Lübeck = 0,909 L.

Quartīer (franz., „Viertel“), s. v. w. Stadtviertel (z. B. Q. latin, das Studentenviertel in Paris), dann auch für Wohnung gebraucht, insbesondere im Militärwesen für die Unterkunft von Truppen in Kasernen oder bei Einwohnern des Ortes (s. Einquartierung). Man unterscheidet Standquartiere (s. v. w. Garnison), Marsch-, Kantonierungs- und Winterquartiere. Letztere waren früher von größter Wichtigkeit, fallen bei der jetzigen Kriegführung aber fort, da es nicht mehr notwendig ist, die Operationen im Winter zu unterbrechen. Im Alarmquartier liegen die Truppen dicht bei einander, um stets zum Ausrücken bereit zu sein. Im Seewesen ist Q. Bezeichnung für die vierstündige Schiffswache; in der Heraldik s. v. w. Wappenfeld.