Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Prinsep“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 17 (Supplement, 1890), Seite 672
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Prinsep. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 17, Seite 672. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Prinsep (Version vom 10.08.2022)

[672]  Prinsep, Valentin, engl. Maler, geboren im Februar 1838 zu Kalkutta, war ursprünglich für den Zivildienst der Ostindischen Kompanie bestimmt, deren Direktor sein Vater war, wandte sich aber, nachdem er ein Jahr auf dem Haileybury College zugebracht, dem Studium der Kunst zu. Er war anfangs ein Schüler von G. F. Watts, studierte später in Paris unter Gleyre (1859), dann in Rom (1860) und stellte 1862 sein erstes Gemälde aus. 1870 erhielt er den Auftrag, die Erklärung Indiens zum Kaiserreich zu malen, welches Bild von der indischen Nation der Königin zum Geschenk bestimmt war. Er verließ Indien, um Material für das Bild zu sammeln, und nahm seinen Wohnsitz in London, wo er das 27 Fuß lange Gemälde vollendete. Von seinen übrigen Genrebildern und Landschaften sind hervorzuheben: die Wäscherinnen, ein Nachmittag am Ganges, Schmücken des heiligen Stiers zu Tanjore, die schwarze Perle und die goldene Pforte. Seine Beobachtungen über Indien hat er in einem 1879 erschienenen Werk: „Imperial India“, niedergelegt. Im April 1874 wurde er Associate der königlichen Akademie.