Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Phyle“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 32
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Phyle. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 32. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Phyle (Version vom 19.03.2021)

[32] Phyle (griech.), Stamm, durch Abstammung von Einem Stammvater verbundener Teil eines Volkes. Die Ionier bildeten vier Phylen, welche sich in Attika bis in spätere Zeit erhielten: die Geleonten, Hopleten, Ägikoreer und Argadeer. Sie bildeten die Grundlage des attischen Staatswesens und waren eingeteilt in je drei Phratrien. Solon behielt die vier altionischen Phylen bei, Kleisthenes setzte an die Stelle derselben zehn nach altattischen Heroen benannte, welche wieder in Demen eingeteilt waren (s. Athen, S. 1001). 307 v. Chr. fügte man den zehn alten noch zwei neue Phylen hinzu, welche dem Demetrios und dessen Vater Antigonos zu Ehren Demetrias und Antigonis genannt und an der 5. und 12. Stelle der Phylen eingereiht wurden, und 123 n. Chr. dem Kaiser Hadrianus zu Ehren noch eine 13. P., Hadrianis. Die Dorier hatten drei Phylen: Hylleer, Dymanen und Pamphyler, welche in allen dorischen Staaten die Grundlage des Staatswesens bildeten, in Sparta in je zehn Oben geteilt waren.