Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Phokǟa“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 2
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Phokǟa. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 2. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Phok%C7%9Fa (Version vom 30.05.2023)

[2] Phokǟa, athen. Kolonie in Ionien, auf der Halbinsel zwischen dem Elaitischen und Smyrnaischen Meerbusen, hatte einen vortrefflichen Hafen, vor welchem eine kleine, mit Tempeln und Palästen besetzte Insel (Bakchion) lag. Ihre Einwohner unternahmen zuerst unter den Griechen weite Seereisen (bis nach Spanien). Als die Stadt von den Persern unter Harpagos belagert wurde, wanderten viele Phokäer nach Corsica aus, wo sie Alalia (Aleria) gründeten. Später ergriff P. für Antiochos III. von Syrien Partei und ward deshalb von den Römern erobert; trotzdem existierte die Stadt bis in die späte Kaiserzeit. Ihre Ruinen heißen noch jetzt Karadscha-Fokia. Unter Phokäas Pflanzstädten sind Massilia (Marseille) und Eläa zu nennen.