Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Pagliano“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 12 (1888), Seite 608
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Pagliano. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 12, Seite 608. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Pagliano (Version vom 08.09.2021)

[608] Pagliano (spr. paljā-), Eleuterio, ital. Maler, geb. 1826 zu Casale Monferrato, studierte auf der Akademie der Brera in Mailand, als die Revolution von 1848 ihn als Freiwilligen zu den Bersaglieri Menaras rief, mit denen er an der Belagerung von Rom teilnahm, und kehrte erst 1851 zur Kunst zurück. Nachdem er im Auftrag Karl Alberts einen heil. Ludwig gemalt und den großen Preis der Mailänder Akademie erhalten hatte, unterbrach der Krieg von 1859 abermals seine künstlerische Thätigkeit. Nach Beendigung desselben behandelte er mehrere Szenen aus dem Krieg, so die Einnahme des Kirchhofs von Magenta. Unter seinen spätern Bildern sind die hervorragendsten: Marmaldo, Tintoretto malt seine gestorbene Tochter, die Geographielektion, die Scheidung Napoleons, die Erbschaftsrevision, um die Weihnachtszeit. Seine letzten Werke sind in der skizzenhaften Manier der modernen Naturalisten behandelt. Er ist Mitglied der Berliner Kunstakademie.