Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Mohs“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 11 (1888), Seite 714
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Mohs. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 11, Seite 714. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Mohs (Version vom 02.09.2021)

[714] Mohs, Friedrich, Mineralog, geb. 29. Jan. 1773 zu Gernrode am Harz, studierte seit 1796 in Halle und Freiberg, ging 1802 nach Wien, wo er eine Beschreibung der Mineraliensammlung des Bankiers v. d. Nüll (Wien 1804, 2. Aufl. 1806) herausgab, ward 1811 Professor der Mineralogie in Graz, 1817 in Freiburg, 1826 in Wien und starb 29. Sept. 1839 in Agordo bei Belluno. M. gilt als einer der Begründer der naturhistorischen Methode in der Mineralogie und hat sich namentlich auch als Kristallograph große Verdienste erworben. Er schrieb: „Versuch einer Elementarmethode zur naturhistorischen Bestimmung und Erkenntnis der Fossilien“ (Wien 1813, Bd. 1); „Die Charaktere der Klassen, Ordnungen, Geschlechter und Arten, oder Charakteristik des naturhistorischen Mineralsystems“ (Dresd. 1820; neu bearbeitet von Zippe, Wien 1858); „Grundriß der Mineralogie“ (Dresd. 1822–24, 2 Bde.; engl. mit Zusätzen von Haidinger, Edinb. 1825, 3 Bde.); „Anfangsgründe der Naturgeschichte des Mineralreichs“ (Wien 1832; 2. Aufl., fortgesetzt von Zippe, das. 1836–39, 2 Bde.). Vgl. „Friedrich M. und sein Wirken in wissenschaftlicher Hinsicht“ (Wien 1843).