Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Marinelli“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 17 (Supplement, 1890), Seite 553554
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Marinelli. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 17, Seite 553–554. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Marinelli (Version vom 12.11.2022)

[553]  Marinelli, Giovanni Giuseppe, ital. Geograph, geb. 28. Febr. 1846 zu Udine, bezog schon 1862 die [554] Universität Padua, wo er Mathematik und Jurisprudenz studierte, wurde 1867 zum Lehrer der Geographie und Geschichte an dem neubegründeten Realgymnasium (Regio Istituto Technico) zu Udine, wirkte hier für die Errichtung zahlreicher meteorologischer Stationen in den Alpen und verfaßte unter anderm seine „Materiali per l’altimetria italiana“ und „Nomi propri orografici, Alpi Carniche e Giulie“ (Udine 1872). Im J. 1879 wurde M. als Professor der Geographie an die Universität Padua berufen und 1886 zum Sekretär der Akademie der Wissenschaften daselbst ernannt. M. ist der Hauptbegründer der neuen Schule der italienischen Geographie, welche, ohne die historische Richtung ganz zu verlassen, die naturalistische und physische immer mehr zur Hauptsache macht. Von seinen Schriften sind besonders nennenswert: „Della geografia scientifica e di alcune suoi nessi etc.“ (Rom 1879); „Saggio di cartografia della Regione Veneta“; „La geografia e i Padri della Chiesa“ (das. 1882; deutsch von Neumann: „Die Erdkunde bei den Kirchenvätern“, Leipz. 1884); „La superficie del Regno d’Italia“ (3. Aufl., Rom 1883). Seit 1883 gibt er das große Werk „Terra, trattato popolare di geografia universale“ (Mailand, bis jetzt 7 Bde.) heraus, ferner erschienen von ihm: „Le Alpi Carniche“ (Turin 1888); „Cobli Euganei“ (Padua 1888); ein Elementaratlas in 16 Karten, ein historischer in 34 Karten u. a.