Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Lucrīner See“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 10 (1888), Seite 957
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Lucrīner See. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 10, Seite 957. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Lucr%C4%ABner_See (Version vom 18.01.2023)

[957] Lucrīner See, im Altertum eine Bucht oder Lagune an der Bai von Bajä und Puteoli, von derselben nur durch eine schmale, durch einen künstlichen Damm befestigte Sandbank getrennt, war berühmt durch ihre Austern. An der Nordseite trennte ein niedriger, schmaler Erdstrich den L. S. vom See Avernus (s. d.), den Agrippa mit jenem und dem Meer vereinigen ließ (Julius portus). Der heutige Lago Lucrino ist ein bloßer Sumpf, der durch die vulkanische Erhebung des Monte Nuovo (1538) vom Averner See wieder getrennt wurde. Statt der Austern enthält der See heute die beliebte Fischart Spigola (der Lupus der Römer).