Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Laaland“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 10 (1888), Seite 371
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Laaland. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 10, Seite 371. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Laaland (Version vom 20.08.2021)

[371] Laaland (spr. lóllan, Lolland), dän. Insel in der Ostsee, mit Falster zusammen das Amt Maribo bildend, südlich von Seeland und westlich von Falster, ist 58 km lang, 15–25 km breit und umfaßt 1157 qkm (21 QM.) mit (1880) 64,420 Einw. Die Küsten sind sehr zerschnitten, mit geringen Ausnahmen niedrig und durch vorliegende Untiefen schwer zugänglich. Auch die Oberfläche der Insel liegt beinahe überall in gleicher Höhe mit dem Meer. Der ungemein fruchtbare Boden besteht meist aus fettem, mit Humus gemischtem Lehm mit einer Mergelunterlage. Torfmoore finden sich wenige, dagegen sind bedeutende Wälder vorhanden. Von den Landseen ist der fischreiche Maribosee in der Mitte der Insel der größte. Hauptstadt ist Maribo (s. d.). – Im frühern Mittelalter haben Wenden von den umliegenden Küstenländern auf L. Wohnsitze gehabt, weshalb viele Ortsnamen wendischen Ursprungs sind. Späterhin war L. verschiedenen Prinzen des dänischen Königshauses überlassen, und in der Auflösungsperiode des dänischen Staats unter Christoph II. (1320–32) war der größte Teil der Insel nebst Falster in den Händen des holsteinischen Grafen Johann. S. Karte „Dänemark“.