Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Kranichfeld“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 10 (1888), Seite 147
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Kranichfeld. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 10, Seite 147. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Kranichfeld (Version vom 17.12.2023)

[147] Kranichfeld, ehemals Grafschaft in Thüringen, im Besitz eines gleichnamigen Grafengeschlechts, zerfiel seit 1172 in zwei Teile: Oberkranichfeld, das 1379 beim Tode des letzten Grafen von K. an die Burggrafen von Kirchberg, 1451 an die Grafen von Reuß, 1615 an Weimar, 1620 und 1663 an Gotha kam und 1826 bei der Teilung der gothaischen Lande an Sachsen-Meiningen fiel, und Unterkranichfeld, letzteres nacheinander im Besitz der Grafen von Gleichen, von Reuß-Plauen und von Hatzfeld, nach deren Aussterben es von Kurmainz als heimgefallenes Lehen eingezogen und mit Erfurt vereinigt wurde, bis es 1815 an Sachsen-Weimar fiel. – Die Stadt K., an der Ilm, 297 m ü. M., teils zum Großherzogtum Sachsen-Weimar, teils zum Herzogtum Sachsen-Meiningen (Kreis Saalfeld) gehörig, an der Eisenbahn Tannrode-K., hat zwei Schlösser, deren eins, das sogen. Oberschloß, die alte Stammburg der Herren von K. ist, eine romanisch-gotische Stadtkirche von 1499, ein Amtsgericht, bedeutende Korbflechterei, eine große Dampfsägemühle, verbunden mit Zimmerei und Bautischlerei, und (1885) 1728 evang. Einwohner.