Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Ketschwayo“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 9 (1887), Seite 701
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Ketschwayo. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 701. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Ketschwayo (Version vom 16.12.2023)

[701] Ketschwayo (Cetewayo), Zulukönig, Sohn des Königs Panda, folgte diesem 1858, bildete den von seinem Oheim Schaka gegründeten Militärstaat unter den Zulu noch weiter aus und schuf ein Heer von 40,000 Mann. Da er wegen der Krieger, welche nach Natal flüchteten, mit den Engländern in Streit geriet und deren Forderungen schroff ablehnte, rückten diese 1879 in sein Gebiet. Sie erlitten zwar 22. Jan. bei Isandhlwana (s. d.) eine empfindliche Niederlage, schlugen aber, da K. den Sieg nicht benutzte, denselben 4. Juli bei Ulundi und nahmen ihn 28. Aug. gefangen. Nach längerer Haft in der Kapstadt reiste K. 1882 nach England und wurde nach seiner Rückkehr unter englischer Oberhoheit als Herr über einen Teil des Zululandes wieder eingesetzt. Doch starb er schon 8. Febr. 1884 in Ekhowe.