Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Kessels“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 9 (1887), Seite 699
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Kessels. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 699. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Kessels (Version vom 22.11.2022)

[699] Kessels, Matthias, Bildhauer, geb. 20. Mai 1784 zu Maastricht, lernte in Venloo und Paris die Goldschmiedekunst und begab sich dann nach Hamburg. Im J. 1806 ging er nach Petersburg, wo er sich unter Camberlain zum Bildhauer ausbildete. Er kam 1814 nach Maastricht zurück, dann nach Paris, wo er vier Monate Girodets Schule besuchte, und endlich nach Rom, wo er in Thorwaldsens Atelier die Basreliefs: Tag und Nacht ausführte und 1819 mit seinem Bilde des heil. Sebastian den von Canova ausgesetzten Preis gewann. Ferner schuf er einen Amor den Pfeil schärfend, den Genius der Künste, die Büste des Admirals Tromp, einen Christuskopf und eine Szene aus der Sündflut: Mann, Weib und Kind, in kolossaler Größe, welche ihn als einen von der Thorwaldsenschen Schule unabhängigen Naturalisten kennzeichnet. K. starb 3. März 1836 in Rom.