MKL1888:Janus Pannōnius

Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Janus Pannōnius“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 9 (1887), Seite 154
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Janus Pannōnius. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 154. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Janus_Pann%C5%8Dnius (Version vom 14.01.2023)

[154] Janus Pannōnius (Johannes von Čezmicze), Humanist, geb. 29. Aug. 1434 zu Čezmicze in Slawonien, machte seine Studien zu Ferrara und Padua, wurde 1458 Koadjutor des Bischofs von Großwardein und ein Jahr später Bischof von Fünfkirchen. Nachdem er 1464 an dem türkischen Feldzug teilgenommen, ließ er sich in die Verschwörung ein, welche sein Oheim Witáz, Primas von Ungarn, gegen König Matthias angezettelt hatte, flüchtete nach dem Scheitern des Unternehmens nach Kroatien und starb daselbst Ende 1472 in Bärenburg. Seine Schriften bestehen in Übersetzungen aus dem Griechischen und eignen Reden und Gedichten, die sich durch hohe Formvollendung auszeichnen. Eine Ausgabe derselben erschien in 2 Bänden (Utrecht 1784; vermehrt in E. Abels „Analecta“, Budapest 1880).