Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Holzweibchen“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 8 (1887), Seite 689
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Holzweibchen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 8, Seite 689. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Holzweibchen (Version vom 05.11.2022)

[689] Holzweibchen (Moosweibchen), nach dem alten Volksglauben eine Art Waldgeister, die einen Übergang zu den Elben und Zwergen bilden und besonders in den vogtländischen Sagen vorkommen. Sie gleichen öfters dreijährigen Kindern und verkehren freundlich mit den Menschen, geben ihnen Geschenke, helfen Heu machen und das Vieh füttern und setzen sich mit zu Tische, dürfen aber gezählte Sachen nicht nehmen und können den Kümmel nicht vertragen. Bei der Flachsernte läßt der Landmann drei Hände voll für die H. liegen. Der wilde Jäger stellt ihnen nach, wie er auch sonst in den Sagen ein Weib (ursprünglich die Sonnen-, resp. Wolkenfrau) verfolgt.