MKL1888:Holzbearbeitung

Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Holzbearbeitung“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 17 (Supplement, 1890), Seite 438439
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Holzbearbeitung. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 17, Seite 438–439. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Holzbearbeitung (Version vom 04.03.2023)

[438]  Holzbearbeitung. Die Maschinen zur H. sind den

Fig. 1. Schutzvorrichtung an Kreissägen.

Arbeitern sehr gefährlich, teils durch die außerordentlich große Geschwindigkeit der arbeitenden Teile, teils durch die Eigenschaft des Holzes, leicht zu zersplittern. Um gegen diese Gefahren Sicherheit zu gewähren, müssen vor allen Dingen diejenigen Vorsichtsmaßregeln, welche bei Räderwerken anzuwenden sind, Beachtung finden (Einkapselung der Räder, Einfriedigung der Riemen etc.; s. Räderwerke, Bd. 17). Außerordentlich zahlreich sind die Schutzvorrichtungen für Kreissägen. Sie haben alle das gemeinschaftlich, daß der über dem Arbeitstisch hervorsehende Teil der Kreissäge durch eine Haube verdeckt wird, welche sich entweder ganz oder teilweise hebt, sobald der Kreissäge ein Arbeitsstück genähert wird, um sich nach dem Entfernen desselben sofort selbstthätig wieder über die Säge zu legen. Viele dieser Vorrichtungen leiden an dem Übelstand, daß sie das Zuführen des Arbeitsstücks erschweren. Sehr zweckmäßig erscheint die Vorrichtung von Ringhoffer (Fig. 1). Der über den Arbeitstisch a hervorsehende Teil der Kreissäge b wird durch die Haube c, aus gelochtem Blech hergestellt, verdeckt. Dieselbe ist an einem über der Säge befestigten Gestell d mittels der parallelen Schienen e gelenkig aufgehängt. Sobald ein Arbeitsstück (Brett, Leiste etc.) in der Pfeilrichtung gegen die abgerundete Kante der Haube geschoben wird, erhebt sie sich, geführt durch die Schienen e, parallel zu sich selbst, wobei die Erhebung durch das auf dem zweiarmigen Hebel f angebrachte Gegengewicht g erleichtert wird. Hat das Arbeitsstück die Säge passiert, so fällt die Haube wieder herab. Die pendelnden Kreissägen oder Pendelsägen bedürfen gleichfalls der

Fig. 2. Seitenansicht.
Fig. 3. Grundriß.
Fig. 2 u. 3. Schutzvorrichtung an Pendelsägen.

Schutzvorrichtungen. Fig. 2 und 3 zeigen eine solche nach Czerweny. Die Säge ruht in einem um die Betriebswelle w pendelnden, durch das Gewicht g ausbalancierten Gabelträger t, zwischen dessen parallelen Schenkeln der die Bewegung der Sägespindel x vermittelnde Riementrieb rr angeordnet ist. Der aus gelochtem Blech hergestellte Schutzmantel b ist hier an einer ebenfalls um die Betriebswelle w drehbaren Stange s befestigt und liegt mit einem an dem äußern Umfang angebrachten Bügel auf einem Haken auf, der mit der zur Schaltbewegung der Kreissäge dienenden Handhabe m verbunden ist. Bei der Arbeit legt sich der Schutzmantel auf die obere Fläche des Arbeitsstücks (hier eines Baumstammes) n und bleibt während der ganzen Arbeit ruhig liegen, während die Säge durch die Handhabe allmählich so weit abwärts [439] bewegt wird, daß sie das Arbeitsstück durchdringt. Beim Heben der Säge nimmt sie den Schutzmantel mit Hilfe des Hakens wieder mit. Bandsägen sind dadurch gefährlich, daß der Arbeiter sowohl durch die Zähne des Sägeblattes verletzt als auch beim Reißen desselben von den herumfliegenden Stücken getroffen werden kann. Das Sägeblatt muß daher gehörig umhüllt werden. – Die Holzfräsemaschinen geben dadurch häufig Veranlassung zu Unglücksfällen, daß der Arbeiter, während er das zu bearbeitende Stück Holz mit der Hand gegen den schnell rotierenden Fräser drückt, von diesem getroffen wird. Eine von v. Stülpnagel in Berlin angegebene Schutzvorrichtung dagegen besteht aus einer auf den Fräser aufgesetzten Scheibe, deren Durchmesser etwas größer ist als derjenige der Scheibe. Der abgerundete Umfang dieser Scheibe verhindert, daß der Arbeiter dem Fräser zu nahe kommen kann. An Stelle der auf dem Fräser befestigten Scheibe benutzen Clayton u.

Fig. 4. Schutzglocke an Fräse­maschinen.
Fig. 5. Schutzvorrichtung an Hobelmaschinen.

Shuttleworth in Wien eine gußeiserne Glocke a, welche in dem Schlitz eines seitlich befestigten Ständers b verschieb- und feststellbar ist (Fig. 4), so daß sie je nach der Dicke des Arbeitsstücks den Fräser c mehr oder weniger bedeckt. Zur Bedeckung der Messerwalze b von Hobelmaschinen wird eine Schiene a in einer solchen Entfernung parallel über derselben angebracht (Fig. 5), daß das stärkste Arbeitsstück zwischen Schiene und Walze hindurchgehen kann. Die Durchgangsöffnungen werden dann beiderseits durch Klappen c und d geschlossen, welche sich nur in der für die Bearbeitung erforderlichen Durchgangsrichtung des Holzes öffnen (in der Figur punktiert angegeben). Eine Sicherung der Arbeiter gegen Verletzung der Hände beim Vorbeiführen des Arbeitsstücks an der Messerwalze ist bei Brettern oder Stücken von nicht unter 50 qcm Querschnitt bei mindestens 5 cm Dicke und 50 cm Länge nicht nötig. Schwache und kurze

Fig. 6. Zuführungslade.

Stücke sind dagegen höchst gefährlich. Für solche empfehlen sich Zuführungsladen, welche in Form der Rauhbänke, wie sie die Tischler und Zimmerleute gebrauchen, hergestellt werden (Fig. 6). In die untere Seite der mit dem Handgriff a versehenen Lade b wird das zu bearbeitende Stück c so eingelegt, daß es hinten gegen die Nase d anliegt. Mit Hilfe dieser Einrichtung geht das Hobeln ganz ohne Gefahr für den Arbeiter vor sich. In den Fabriken für H. werden die Arbeiter durch den Holzstaub stark belästigt. Es ist daher zweckmäßig, die Teile der Arbeitsmaschinen, welche zur Staubbildung Veranlassung geben, auf passende Weise einzukapseln und die Kapseln mit kräftigen Exhaustoren in Verbindung zu bringen, um den Staub abzusaugen.


Jahres-Supplement 1890–1891
Band 18 (1891), Seite 430431
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[430] Holzbearbeitung. Die Erzeugung von dünnen Brettchen zur Herstellung kleiner Kistchen für Zigarren, Schokolade, Stärke, Früchte und zahlreiche kleine Postsendungen hat sich infolge des außerordentlich großen Bedarfs an solchen Schnitthölzern als besonderer Erwerbszweig ausgebildet, dem folgendes Verfahren zu Grunde liegt. Das wenn möglich noch vollkommen grün erhaltene Holz der Erle, Zeder, Buche, Tanne, Fichte, Kiefer, Espe etc. wird als Rundholz in Längen von etwa 1 m geschnitten und sodann einem Dämpfprozeß unterworfen, weil nur gedämpftes Holz zusammenhängende Bretter liefert, während trocknes Holz stets zerbricht. Die Dämpfung findet entweder in verschlossenen hölzernen Kasten oder in kurzen eisernen Dampfkesseln mit frischem oder sogen. Abdampf statt und dauert je nach der Beschaffenheit und Art des Holzes verschieden lange, doch immer mehrere Stunden. Die Dampfspannung soll jedoch 1 Atmosphäre Überdruck nicht überschreiten. Derart vorbereitetes Holz gelangt in völlig nassem Zustand auf die Bretterschneidmaschine, welche aus zwei wesentlichen Teilen, dem Schneidzeug und dem Stellzeug, besteht. Das Schneidzeug ist ein scharf geschliffenes Messer, das an einem besondern Schieber befestigt ist, welcher mittels zweier von Kurbeln angetriebener Zugstangen ab- und aufwärts bewegt wird und bei der Abwärtsbewegung das Messer zum Schneiden bringt. Wichtig ist, daß der Schnitt ruhig und vorteilhaft, d. h. ohne Verletzung der Holzplatten erfolgt, was dadurch erreicht wird, daß man den Schieber in einer schrägen Bahn bewegt und infolgedessen ziehend zur Wirkung bringt. Das Stellzeug dient dazu, das Werkstück nach jedem Schnitte um die jedesmalige Brettstärke dem Messer entgegenzuführen. Zu dieser Bewegung befindet sich auf einem starken Brett ein Tisch mit Einspannvorrichtungen und mittels zweier starker, horizontaler Schrauben verschiebbar, welche, durch Kegelräder angetrieben, nach jedem Schnitte sich entsprechend drehen und den Tisch vorschieben. Diese Maschine macht in der Minute 60 Schnitte, also auch 60 Brettchen in einer Länge bis 1 m, einer Breite bis 300 mm und einer Stärke von 1–8 mm. Die von der Schneidmaschine kommenden nassen Bretter müssen sodann mit der Vorsicht getrocknet werden, daß sie ihre ebene Gestalt beibehalten. Zu diesem Zwecke gelangen sie zuerst in eine Vortrockenpresse, welche eine Batterie von eisernen Platten bildet, die mit Dampf geheizt werden, und zwischen welche man die Bretter legt. Zum vollständigen Trocknen der letztern dient eine hydraulische Dampftrockenpresse, welche der Hauptsache nach aus zehn schweren eisernen Hohlplatten von 1 qm Fläche besteht, die, mit Dampf geheizt und mit Kupferblechen bedeckt, die zwischengelegten Bretter unter einem von einer hydraulischen Presse ausgeübten Drucke von 70 Atmosphären in wenigen Minuten vollständig austrocknen und dabei genau eben pressen. Nach dieser Behandlung unterwirft man Brettchen für gewisse Bestimmungen, z. B. solche zu Zigarrenkistchen, oft noch einer Arbeit, welche den Zweck hat, Imitationen hervorzubringen, z. B. Erlenholz dem Zedernholz ähnlich zu machen, und darin besteht, daß man dieselben erst färbt oder beizt und dann durch entsprechend ziselierte Walzen mit den gewünschten Mustern versieht. Die vorstehend beschriebenen Maschinen und das damit durchgeführte Verfahren stammen aus der deutsch-amerikanischen Maschinenfabrik von E. Kirchner u. Komp., Leipzig-Sellerhausen, welche schon eine

Drehbank mit Fräsapparat von Geiger und Hessenmüller.

Reihe solcher Anlagen ausgeführt hat. Auch eignet sich dieses Verfahren zur Erzeugung von Furnieren, in welchem Falle übrigens von Arbey in Paris das Messer horizontal angewendet wird.

Drehbank mit Fräsapparat. Es gibt bekanntlich eine große Menge von Holzdrechslerarbeiten, welche ihre Vollendung erst durch die Hand des Bildhauers oder Schnitzers oder durch Fräsmaschinen erhalten, indem sie mit erhöhten oder vertieften Kannelierungen, Perlen, Rosetten, Windungen, profilierten Wülsten u. dgl. versehen werden. Um diese Arbeiten auf der Drehbank vornehmen, also die gedrehten Gegenstände von dem Drechsler selbst vollenden lassen zu können, hat die Werkzeugmaschinenfabrik Geiger u. Hessenmüller in Ludwigshafen a. Rh. einen Apparat konstruiert, der, mit der Drehbank verbunden, die sämtlichen genannten Verzierungen anzubringen gestattet. Derselbe ist dem Wesen nach, von oben gesehen, in obiger Figur dargestellt. Auf den Drehbankwangen WW, welche von dem Gestell GG getragen werden, befindet sich bei S die Spindel mit Schnurscheibe, bei R der Reitstock, zwischen beiden fest eingeklemmt das Arbeitsstück A. Für gewöhnliche Dreharbeit erhält die Spindel ihre Umdrehung von einem Fußtritt aus oder von der Riemenscheibe l1, welche auf der Achse des großen Schnurrades neben der Leerscheibe l befestigt ist. Für die Anbringung der genannten Verzierungen tritt folgender Apparat in Thätigkeit. Auf dem in der Längsrichtung [431] der Wangen verstellbaren Support D ist ein Schieber B angebracht, der an dem Arbeiterstand einen Werkzeugträger a aufnimmt. Dieser Werkzeugträger kann folgende Bewegungen ausführen: erstens längs des Supportschlittens b mit Hilfe einer Schraube und Handrad h; zweitens rechtwinkelig zu b durch Schraube mit Handrad g; drittens mit b um eine vertikale Achse auf dem Support B und endlich mit B parallel und rechtwinkelig zu den Drehbankwangen. Auf dem Werkzeugträger a befindet sich nun eine Drehspindel e zur Aufnahme einer Fräse oder eines Bohrers r. Diese Spindel erhält eine sehr schnelle Drehbewegung durch die über die Rollen c, d, f und das Drehbankschwungrad laufende Schnur ss und bringt auf dem Arbeitsstück A das Werkzeug r zur Wirkung, deren Erfolg von der gegenseitigen Bewegung zwischen Arbeitsstück und Werkzeug abhängt. Steht das erstere still und bewegt sich a parallel, so entstehen einfache Kannelierungen; dreht sich dabei zugleich das Arbeitsstück, so erhält letzteres die aus der Figur erkennbaren schraubenförmigen Kannelierungen; dreht sich das Werkzeug ohne Längsbewegung des Supports, so lassen sich damit je nach der Wahl des Werkzeugs die Perlen, Grübchen etc. hervorbringen. Um die sämtlichen Arbeiten mit Genauigkeit und Sicherheit ausführen zu können, sitzt zunächst auf der Spindel S eine Teilscheibe i, welche in drei Kreisen 18, 24 und 60 Löcher hat und demnach eine große Anzahl von Teilungen zuläßt. Dieselbe Teilscheibe i dient ferner als Zahnrad zur Übertragung der Spindeldrehbewegung mittels des Zahnrades k und der Welle m auf die Schraube im Support b, um a längs b zu verschieben. Weil b nun um einen vertikalen Zapfen drehbar sein muß, um sowohl parallel bei Cylindern als schräg bei Kegeln bewegt werden zu können, so ist auch die Welle m mit Gelenken versehen. Sollen nun gerade verlaufende Hohlkehlen (sogen. Pfeifen) erzeugt werden, so stellt man das Arbeitsstück fest, den Supportteil b parallel der Oberfläche des Arbeitsstückes und verschiebt b durch die Handkurbel h bei ausgekuppelter Stange m. Für die Herstellung gewundener Furchen kuppelt man m ein und setzt die Spindel in Drehung, wodurch sich zugleich b verschiebt, während sich A dreht; dabei kann das Maß der Gewindsteigung durch Wechselräder zwischen i und k beliebig gewählt werden. Die Hervorbringung andrer Verzierungen ergibt sich hieraus ohne weiteres, wenn noch hinzugefügt wird, daß es durch Verstellung der Rolle d an die Seite, z. B. nach d1d2, auch möglich ist, die Werkzeugspindel e in eine Lage zu bringen, welche parallel den Drehbankwangen ist, und daher mit derselben Leichtigkeit die Verwendung des Bohrers, der Fräse etc. gegen plattenförmige Arbeitsstücke (Teller, Tischplatten u. dgl.) gestattet. Teils um die Schnur ss zu spannen, teils um sie bequem in die richtige Lage zu der Drehspindel e zu bringen, sind die Leitrollen c und f verstellbar an eisernen Winkeln y und z befestigt, die ihrerseits sich auf den Wangen verschieben und feststellen lassen.

Die Rundstabhobelmaschine dient zur Erzeugung runder Stäbe aus Holz, welche von runden Bleistiften und Federhaltern, Dübeln und Ladestöcken aufwärts zu den schweren Gardinen- und Vorhangstangen, zu den verschiedensten Gerätstielen eine so ausgedehnte Verwendung finden, daß ihre Anfertigung fabrikmäßig erfolgt. Die hierzu verwendete Maschine besteht dem Wesen nach in einer hohlen Spindel, die wie eine Drehbankspindel in Umdrehung versetzt wird und an einem Ende einen Kopf besitzt, in welchem sich ein oder zwei Messer befinden, die nach innen wie Hobeleisen vorstehen und bei der Durchführung der roh vorbereiteten Stange diese abschälen und dadurch in einen vollkommnen Rundstab verwandeln. Neuerdings ist diese Maschine nun in der Weise von Werner u. Pötzsch in Meerane vervollkommt, daß man mit einem Kopfe Rundstäbe von verschiedenen Durchmessern (von 5–80 mm) herstellen kann, während man früher für jeden Durchmesser einen besondern Kopf nötig hatte. Man erreicht dies durch eine hohlkegelförmige Gestaltung des Kopfes und durch eine Anordnung, welche eine Verschiebung und genaue Einstellung der Messer an der innern Wandfläche des Kopfes gestattet. Zu dem Zwecke sind drei Messer in gleichem Abstand auf drei Schiebern angebracht, die sich mittels Schrauben gleichzeitig verschieben lassen, indem diese mit Zahnrädchen versehen sind, welche in einen Zahnkranz eingreifen, der am vordern Ende des Kopfes sitzt. Durch Drehen vermittelst eines Schlüssels an einer der Schrauben bewegen sich alle drei Schieber gleichzeitig. Schraubt man dieselben nach dem weiten Teile des Kopfes, so erhält man dickere Stäbe, während eine Verschiebung nach dem engern Teile die Messer auf einen kleinern Durchmesser einstellt. Außerdem sind noch Führungen in einem eignen Gestell angebracht, welche den Stab genau zentrieren und leiten.

Der Kehlhobel besitzt bekanntlich ein Hobeleisen, welches ein Profil hat, das genau dem herzustellenden Gesimsprofil entsprechen muß, so daß für jedes Profil ein besonderes Eisen erforderlich wird. Bei dem Hobel von Eppler in Dußlingen werden nun diese Profileisen kombiniert, indem man für jedes gebräuchliche Gesimsglied ein einzelnes besonderes Profileisen anfertigt und die auf solche Weise in größerer Zahl vorrätig erhaltenen Eisen in bestimmter Reihenfolge auf Blättern befestigt, die an der Hobelbank das entsprechende Profil besitzen und im Hobelkasten durch Schrauben, Keile etc. befestigt werden.