Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Fustanella“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 6 (1887), Seite 805
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Fustanella. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 805. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Fustanella (Version vom 03.07.2021)

[805] Fustanella (das sogen. Albaneser Hemd), ein Teil der neugriech. männlichen Nationaltracht, besteht aus einem glänzend weißen Gewebe von feiner Baumwolle, bei den Landleuten und der Miliz aus gröberm Stoff, geht von den Hüften, wo es durch einen Zug zusammengehalten wird, nach den Knieen zu in weite Falten aus, welche sorgfältig geglättet werden. Der untere Saum wird bei Vornehmern auch mit Stickereien verziert. Vor der Befreiung Griechenlands namentlich von den sogen. Klephthen getragen, ward die F., welche an den Chiton der alten Hellenen erinnert, später für die irreguläre Miliz des neuen Königreichs beibehalten und zeitweilig auch in den Städten allgemeine Mode. Von den Bewohnern der Inseln und Seestädte werden statt der F. weite, bauschige Beinkleider von bunter Baumwolle, bisweilen auch von Seide, getragen.