Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Froriep“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 6 (1887), Seite 750
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Froriep. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 750. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Froriep (Version vom 20.08.2021)

[750] Froriep, 1) Ludwig Friedrich von, Mediziner, geb. 15. Juni 1779 zu Erfurt, studierte in Jena und Wien, ward 1801 in Jena Privatdozent und Subdirektor des geburtshilflichen Instituts und 1802 außerordentlicher Professor. 1804 ging er als außerordentlicher Professor der Geburtshilfe nach Halle, wendete sich hier aber mehr der Naturgeschichte, vergleichenden Anatomie und Chirurgie zu, ward 1808 ordentlicher Professor der Chirurgie und Geburtshilfe in Tübingen, ging 1814 als Leibarzt des Königs nach Stuttgart, 1816 aber als sachsen-weimarischer Obermedizinalrat nach Weimar, um seinen Schwiegervater Bertuch (s. d.) in der Leitung des Industriekontors zu unterstützen, das er nach Bertuchs Tod (1822) auf eigne Rechnung übernahm. F. starb 28. Juli 1847 daselbst. Er schrieb: „Handbuch der Geburtshilfe“ (9. Aufl., Weim. 1832); „Geburtshilfliche Demonstrationen“ (das. 1821–32, 11 Hefte). Im J. 1822 begründete er die Zeitschrift „Notizen aus dem Gebiet der Natur- und Heilkunde“ (Weim. 1822–36, 50 Bde.), die er seit 1837 mit seinem Sohn unter dem Titel „Neue Notizen etc.“ fortsetzte.

2) Robert, Mediziner, Sohn des vorigen, geb. 1804 zu Jena, promovierte 1828 in Bonn und ward 1832 Professor der Heilkunde zu Jena, von wo er 1833 als außerordentlicher Professor der medizinischen Fakultät, Prosektor und Konservator des pathologischen Museums der Charitee nach Berlin ging; von 1846 bis 1851 leitete er das Industriekontor in Weimar, wo er 15. Juni 1861 starb. F. lieferte besonders mehrere großartige medizinische Kupferwerke, z. B. „Chirurgische Kupfertafeln“ (Weim. 1820–47, 96 Hefte), „Klinische Kupfertafeln“ (das. 1828–37, 12 Hefte), „Atlas der Hautkrankheiten“ (das. 1833–1839, 8 Hefte; Supplemente das. 1841) und den „Atlas anatomicus“ (das. 1850, 6. Aufl. 1877).