Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Fondi“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 6 (1887), Seite 422
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Fondi. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 422. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Fondi (Version vom 30.06.2021)

[422] Fondi, Stadt in der ital. Provinz Caserta, Kreis Gaeta, in fruchtbarer, aber ungesunder Gegend, nordöstlich vom fischreichen Küstensee Lago di F., von der alten Via Appia durchschnitten und mit Resten der alten Stadtmauer umgeben, hat eine gotische Kathedrale, eine alte Burg, ein ehemaliges Dominikanerkloster mit der Zelle des St. Thomas von Aquino und (1881) 6773 Einw. – F. hieß im Altertum Fundi, lag im Gebiet der Aurunker und erhielt frühzeitig das römische Bürgerrecht; in der Nähe wuchs der berühmte Cäkuberwein. Im Mittelalter war F. der Hauptort einer eignen Grafschaft. Um die schöne Fürstin Julia Gonzaga, Gattin Vespasian Colonnas, welche die Burg bewohnte, für Sultan Soliman zu entführen, machte Chaireddin Barbarossa einen Angriff auf F.; da jene aber entkam, so wurde die Stadt von den Türken in Brand gesteckt. Letztere verwüsteten sie 1594 abermals. Karl II., König von Spanien, schenkte F. zu Ende des 17. Jahrh. dem Grafen Heinrich Franz von Mansfeld.