Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Blackwood“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Blackwood“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 2 (1885), Seite 998
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[{{{Wikisource}}}]]
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Blackwood. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 2, Seite 998. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Blackwood (Version vom 06.05.2021)

[998] Blackwood (engl., spr. blä́ckwudd, „Schwarzholz“, schwarzes Botanyholz), hartes Holz, welches von Dalbergia latifolia Roxb. (Papilionaceen) stammen und auf Madagaskar wachsen soll und von Mauritius und Ile de France in den Handel kommt. Es ist ungemein hart, frisch blauschwarz, später kohlschwarz, krumm gewachsen und meist voller Knorren, oft auch hohl, eignet sich daher nur zu kleinern Drechslerarbeiten. Ein festes, schwarzes Möbelholz stammt von der australischen Acacia melanoxylon.

Blackwood (spr. blä́ckwudd), John, engl. Verleger, geb. 7. Dez. 1818 zu Edinburg, erhielt eine treffliche klassische Bildung, die er durch Reisen und das Studium moderner Sprachen noch vervollständigte, und übernahm 1846 in Edinburg die Leitung des „Blackwood’s Magazine“, das sein Vater William B. 1817 gegründet und bis 1834 selbst geleitet hatte. Das Blatt behauptete auch unter Johns Direktion seine hervorragende Stellung und gehört noch gegenwärtig zu den angesehensten Zeitschriften Englands für Philosophie, Politik und Litteratur. Zu seinen Mitarbeitern gehörten von Anfang an hervorragende litterarische Größen, die aber durchgängig anonym auftraten. So unter den ältern: Wilson („William North“), der Historiker Alison, Lockhart (Herausgeber der „Quarterly Review“), der Sittenmaler Galt, der Humorist de Quincey, die Dichterin Hemans u. a.; zu den jüngern Mitarbeitern gehörten: M. Warren, Bulwer-Lytton, Aytoun, Margaret Oliphant, George Eliot, Johnstone (Verfasser der „Chemistry of common life“), A. Trollope, Ch. Reade u. a. Zahlreiche zuerst in „Blackwood’s Magazine“ veröffentlichte Werke der Genannten gehören zu den Zierden der neuern englischen Litteratur. B. starb 29. Okt. 1879 in St. Andrews.