Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Assabbai“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 951
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Assabbai. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 951. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Assabbai (Version vom 20.08.2021)

[951] Assabbai, Bucht am südwestlichen (afrikan.) Ende des Roten Meers, an der Danakilküste, unter 12°50′ nördl. Br. und 38°10′ östl. L. v. Gr. (s. Karte „Ägypten etc.“). Hier wurde 1870 von einigen Danakilhäuptlingen ein Stück Land an die italienische Dampfergesellschaft Rubattino verkauft, welche ihre erst 1880 geltend gemachten Rechte sogleich an die italienische Regierung abtrat, die 9. Jan. 1881 durch einen Zivilkommissar von der A. offiziell Besitz ergriff. Das Territorium umfaßt mit Einschluß der vorliegenden Inselchen Omm el Bachar und Ras er Raml u. a. 632 qkm, wovon 579 qkm auf das Festland kommen, und zählte 31. Dez. 1881 in den Dörfern Buya, Assab, Maacaca, Alali, Margableh und am Chor Olil 1303 Bewohner (Araber, Danakil, Abessinier, Italiener u. a.). Zur Herstellung eines Hafens bei Buya und Errichtung eines Leuchtturms auf der Insel Fatmah bewilligte 1884 die italienische Regierung 6,5 Mill. Lire. Vgl. Sapeto, Assab e i suoi critici (Genua 1879).