Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Asper“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 946
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Asper. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 946. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Asper (Version vom 14.09.2022)

[946] Asper (lat.), rauh; Spiritus a., s. Spiritus.

Asper (Weißpfennig), im Mittelalter eine silberne Scheidemünze im Wert von 3–4 Groschen; jetzt (Aspre, Aktsche, auch Ahdsje, d. h. vom Hauch fortzuführen) die kleinste türkische silberne Scheidemünze = 1/120 Piaster; doch wird letzterer neuerlich zuweilen auch in 100 Teile geteilt, welche gleichfalls A. (auch Minas) heißen. In Ägypten hat der Piaster 100 gute oder 120 Kurantasper, in Kairo und Aleppo aber 80 Kurantasper. Als 120. Teil des Piasters hat der A. einen Wert von 0,15 Pfennig.

Asper, Hans, Maler, geb. 1499 zu Zürich, gest. 1571 daselbst, war in seiner Vaterstadt vielfach als Fassaden-, Fahnen- und Wappenmaler, als Zeichner für den Holzschnitt, vornehmlich aber als Bildnismaler thätig. Von seinen Porträten, welche ihn als tüchtigen Künstler mittlern Ranges ausweisen, befinden sich einige, darunter das Zwinglis, in Zürich.