Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Abschatz“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 55
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Abschatz. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 55. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Abschatz (Version vom 17.01.2023)

[55] Abschatz, Hans Aßmann, Freiherr von, Dichter der zweiten schlesischen Schule, geb. 4. Febr. 1646 zu Würbitz im Liegnitzischen, studierte in Straßburg und Leiden, bereiste die wichtigsten Länder Europas und ward nach seiner Rückkehr zum Landesbestallten und Vertreter des Fürstentums Liegnitz bei den Breslauer Fürstentagen ernannt. Später lebte er zurückgezogen auf seinen Gütern den Wissenschaften und starb 22. April 1699. In seinen von Chr. Gryphius herausgegebenen „Poetischen Übersetzungen und Gedichten“ (Leipz. 1704) findet sich eine Übertragung von Guarinis „Pastor fido“ und manches Eigne. Obschon Bewunderer Lohensteins, zeigt A. doch mehr Natürlichkeit und Züchtigkeit als die meisten seiner Zeitgenossen und trifft gelegentlich selbst einen innigen und volkstümlichen Ton. Sein Andenken erneuerte W. Müller in der „Bibliothek deutscher Klassiker des 17. Jahrh.“, Bd. 6 (Leipz. 1824).