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Textdaten
Autor: Unbekannt
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Titel: Klagelied
Untertitel:
aus: Futilitates: Beiträge zur volkskundlichen Erotik. Bd. 1: Schamperlieder. Deutsche Volkslieder des 16.-19. Jahrhunderts. Mit Singweisen, S. 23-25
Herausgeber: Emil Carl Blümml
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1908
Verlag: Dr. Rudolf Ludwig
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Erscheinungsort: Wien
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe Dirnenlieder
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[23]
V. Klagelied.


1.
[63] Ich bin ein junges Weibchen,

Habe einen alten Mann,
Schön zart bin ich vom Leibchen,
Das sieht man mir wohl an.[1]

2.
Schön weiß sind meine Brüste,

Der Mund ist rosenrot
Und wann es jemand wüßte,
Der liebet sich zu tot.

3.
[24]
Was hilft das Carassieren,

Wenn man nicht lieben kann;
Die Zeit muß ich verlieren
Bei einem alten Mann.

4.
Wenn ich im Bett tu schwitzen,

So ist er eisenkalt,
Er hat ja keine Hitze[n],
Das macht ’s, er ist zu alt.

5.
Ich koch ihm täglich Eier,

Auch Zeller und Salat,
Es ist die alte Leier,
Zum Lieben ist er zu alt.

6.
Ich laß ihm täglich holen

Den allerbesten Wein,
Er hat ja kein Gefühle
In Adern, Mark und Bein.

7.
[64] Und wann ich ihm tu spielen

An seinem Schneckenhaus,
Der Schneck hat kein Gefühle,
Der Schneck will nicht heraus.

8.
Darüber wird er böse

Und zeiget mir Verdruß,
Er gibt mir leere Stöße,
Die ich beweinen muß.

9.
Ihr Mädchen, laßt euch raten,

Heirat’s kein alten Mann,

[25]
Viel lieber ein’ Soldaten,

Der euch brav lieben kann.

Anmerkungen der VorlageBearbeiten

(Graz in Steiermark, ca. 1840. – Hds. Nr. 840 des steiermärkischen Landesarchivs in Graz aus dem Besitze Anton Meixners. S. 63 f. Nr. 41. – Vgl. Blümml, Erotische Volkslieder. S. 14 f. mit weiterer Literatur).


  1. Hds. Das seht mir wohl noch.