Jugendleben und Wanderbilder/Band 2 Kapitel 1

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aus: Jugendleben und Wanderbilder
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von: Johanna Schopenhauer
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Erstes Kapitel.


Die Knospen fragen an,
Ach dürfen wir’s wohl wagen!
Der Westwind sprach: Nicht zagen
Sollt ihr, brecht euch nur Bahn.
Schneeglöckchen guckt heraus:
Ich will den Winter necken,
Ich will die Schwester wecken
In ihrem engen Haus!
 Immermann.


Wie alle jungen Mütter spielte auch ich mit meiner neuen Puppe, war fest überzeugt, daß kein schöneres, frömmeres und für sein Alter klügeres Kind auf Gottes Erdboden lebe, als das meinige, und hatte am Tage wie bei der Nacht kaum einen andern Gedanken als meinen Sohn Arthur. Diesen Namen hatte sein Vater, mit Rücksicht auf die dereinstige kaufmännische Firma des jungen Weltbürgers, ihm in der Taufe beilegen lassen, weil er in allen Sprachen unverändert der nämliche bleibt.

Müde des ewigen fruchtlosen Ankämpfens gegen die sich täglich erneuende Hindernisse, welche der [2] Fortsetzung seiner früheren Verbindungen mit seinen russische Handelsfreunden sich entgegenstellten, faßte mein Vater, ungefähr ein Jahr nach der Geburt meines Sohnes, den Entschluß, sein Geschäft aufzugeben und sich mit den Seinigen auf’s Land zurückzuziehen.

Stutthof, die bedeutendste Stadtdomaine, war durch den Tod des bisherigen Pächters derselben eben erledigt. Meinem an Körper wie an Geist noch immer sehr rüstigen Vater schien in der Verwaltung einer so großen Besitzung ein weites, seinem lebhaften Hange zu bedeutender Thätigkeit zusagendes Feld sich zu öffnen; er übernahm den Pacht, und ich hatte den Schmerz, Eltern und Schwestern aus meiner Nähe scheiden zu sehen. Nur mein Kind und die für mich nicht unbedeutende Entfernung von fünf Meilen gaben mir den Muth, diese Trennung, die erste in meinem Leben, mit leidlicher Fassung zu ertragen.

Stutthof liegt ungefähr in der Mitte der Landzunge, welche die Danziger Nehrung genannt wird, und die zwischen der Ostsee und einem Arm der Weichsel bis gegen das frische Haff hin sich erstreckt. Das alte, aber bequeme von weitläufigen Gärten, zwei geräumigen Höfen und mehreren großen Nebengebäuden [3] umgebene Herrenhaus, das meine Eltern bewohnten, grenzt an das wohlhabige zu demselben gehörende Dorf gleichen Namens.

Ein Fichtenwald, dort zu Lande eine Haide genannt, so schön als einer dieser Art es nur sein kann, zieht zwischen dem Dorfe und der sehr nahen Ostsee sich hin. Nur das melodische Geläute der unter den hohen Bäumen die duftenden würzigen Waldkräuter abweidenden Kühe unterbricht das ernste Schweigen dieser immer grünen Waldeinsamkeit.

Die Ostsee spendet hier nicht kärglich ihr kostbarstes Erzeugniß, den Bernstein; bei günstigem Winde spülen ihre Wellen, meistens in kleinen, zuweilen aber auch in bedeutend größeren Stücken ihn an den Strand. Auch Fische giebt es im Ueberfluß, Dorsche, Steinbütte, große Lachse und Störe. Ungefähr eine Meile hinter Stutthof wird aus dem Rogen der letztern schon Kaviar gemacht, er ist aber kleinkörnig, und steht dem russischen bei weiten nach.

Im Kontrast mit dieser großartigen Scenerie umfriedet der Weichselstrom auf der andern Seite ein lachendes fruchtbares Gelände; Gärten, Wiesen, Felder, Laubgebüsch, belebt durch große einzelne Bauerhöfe, durch wohlgebaute reiche Dörfer, wie man nicht überall in Deutschland sie antrifft, bewohnt [4] von einem schönen kräftigen Schlage Menschen, der durch manche von andern ihn unterscheidende Sitte sich auszeichnet.

Hier lernte ich das eigentliche Landleben erst kennen. Wie himmelweit verschieden ist es von dem, was wir Städter so nennen, wenn wir zur schönen Sommerzeit unsere eleganten Landhäuser beziehen! Mit dem ersten Maitage, zur Zeit, in welcher mein Mann ohnehin durch seine Geschäfte abgehalten wurde, Oliva zu besuchen, ging ich alljährlich mit meinem Kinde zu meinen Eltern, um bis zum Anfange des Monats Juni bei ihnen zu verweilen. Reif und Schnee fiel dann oft noch auf die eben knospenden Bäume, aber in jenem Klima ist der Frühling ein gar mächtiger Held, der die kurze Zeit seiner Regierung gewaltsam zu benutzen weiß. Ehe man sich dessen versah, war auch die letzte Spur des Winters verschwunden, Alles stand in herrlichster Blüthenpracht und die Nachtigall schlug im Gebüsch unter den eben sich entfaltenden Blättern.

Nur im Umkreise von höchstens anderthalb Meilen rings um Stutthof her findet die Nachtigall einen ihr zusagenden Aufenthalt; näher der Stadt, nach Oliva zu, ja, selbst weiter hinaus auf dem Wege nach Berlin läßt sich keine hören, aber um [5] Stutthof herum stellen sie alljährlich in bedeutender Anzahl sich ein. Das Klima ist dort nicht minder rauh, an Wasser und frischen Laubgebüsch kein Mangel rings um Danzig herum, ihre besondere Vorliebe gerade für diese Gegend bleibt daher unerklärlich; daß aber der größte Theil meiner Landsleute aus der Welt geht, ohne jemals eine Nachtigall anders als hinter den Stäben ihres engen Käfigs ängstlich klagend gehört zu haben, ist gewiß.

Doch nicht nur im Monat Mai, auch im heißen Sommer ließ ich von dem weiten sandigen Wege mich nicht abschrecken, meinen Besuch in Stutthof, so oft ich es füglich nur konnte, zu wiederholen; sogar mitten im Winter flog ich im wohlverwahrten Schlitten über die eisbedeckte Fläche der Weichsel, um in der Mitte der Meinigen einige Tage zu verweilen. Glückliche, glückliche Zeit, die ich damals mit ihnen verlebte! Jeder meiner Besuche glich einem Wiederfinden nach langer Trennung. Was hatten wir nicht Alles einander zu sagen, zu erzählen, zu vertrauen, meine Mutter, meine Schwester Lotte und ich! Es war so wenig, so unbedeutend, und uns doch so viel, daß oft die Mitternacht über unserm traulichen Geschwätz heranschlich. Uebrigens war es in jenem abgelegenen Winkel der Welt sogar im Winter bei [6] weitem nicht so einsam als man bei dem gänzlichen Mangel an dem, was man auf dem Lande angenehme Nachbarschaft zu nennen pflegt, es hätte erwarten sollen; am Umgang mit Menschen fehlte es keineswegs, wohl aber an sogenannter Societät, diesem oft langweiligsten Dinge auf Erden.

Im Sommer wie im Winter fand ununterbrochen ein Kommen und Gehen, Fahren und Reiten der Bewohner der benachbarten Dörfer Statt, die meinem Vater irgend ein Anliegen oder ein Geschäft vorzutragen hatten. Die vielen Knechte und Mägde, welche die sehr ausgedehnte Landwirthschaft erforderte, der im Dienste meines Vaters stehende Brauermeister, der Bäcker, der Branntweinbrenner mit ihren Gehülfen, die in dazu bestimmten Nebengebäuden diese Geschäfte betrieben, über welche eine Art von Monopol nicht zu den unbedeutendsten Vorrechten meines Vaters gehörte, alle diese an Rang und Ansprüchen unter sich so verschiedene und in ihrer Art eben so streng, wie ihres Gleichen in Städten, auf diesen Unterschied haltenden Leute verbreiteten eine Art Lebendigkeit um sich her, die viel dazu beitrug, unser Familienleben vor einschläfernder Monotonie zu bewahren.

Ich trug aus diesen mir ganz neuen Umgebungen [7] den unschätzbaren Gewinn davon, dem Leben manche wichtige Ansicht abzulauschen, die mir sonst ewig verborgen geblieben wäre; mais c’est tout comme chez nous! rief ich oft lachend bei der näheren Bekanntschaft mit den Sitten, der Denkungsart, den Grundsätzen der Landleute, die ich mit nie ermüdendem Interesse beobachtete.

Die Herren Poeten, besonders die aus meiner sentimentalen Jugendzeit, versündigen sich schwer an der Wahrheit, indem sie die große Treue, Redlichkeit, Frömmigkeit, Sittlichkeit des einfachen Landmanns auf unsre Kosten erheben. Jene sind wie wir, wir sind wie sie, Beide vom nämlichen Metall, nur die gröbere oder zierlichere Ausführung der Form bildet den einzigen Unterschied. Was wir an geistiger Kultur und wissenschaftlichen Kenntnissen vor dem Landmanne voraushaben, wird ihm durch den ihm angebornen Scharfblick, die ihm eigne Schlauheit und echten Mutterwitz oft in so hohem Grade ersetzt, daß unsre durch Erziehung verfeinerte Bildung kaum Schritt mit ihm halten kann.

Alles interessirte mich in Stutthof, und nicht bloß der Neuheit wegen; die eigentliche Landwirtschaft machte mir die größte Freude, an deren Spitze, zwar anfangs mit wenig Erfahrung, aber mit desto größerem [8] Eifer und daraus entspringendem Gelingen sich meine Schwester Lotte gestellt hatte, um unsrer Mutter ein ruhiges, müheloses Alter zu bereiten.

Die vielen Kühe, die Pferde, all’ das befiederte Gethiere um uns her, besonders der Storch, der seit undenklichen Jahren nie versäumte, das ihm wohlbekannte Nest auf dem Giebel der Scheune zur rechten Zeit zu beziehen, wie liebte ich, wie freute mich das Alles! Und das Ballet am ersten recht warmen Maitage, wenn die jungen im Spätjahre und Winter gebornen Thiere aus den dunkeln Ställen, in welchen sie bis dahin gelebt, zum Erstenmal in den sonnenhellen Hof getrieben wurden! Die dummen täppischen Kälber, die, vom nie gesehenen Sonnenschein geblendet, mit den breiten Köpfen gegen Thüren und Mauer krachend anrannten, die tollen lustigen Sprünge der zottigen Füllen, die wie betrunken einhertaumelten, das Freudengeschrei und Gelächter der Knechte und Mägde, die in Thüren und Winkel sich duckten, um sich vor den Freudenbezeigungen ihrer emancipirten Zöglinge sicher zu stellen; kein noch so gewandter Grotesk-Tänzer hat jemals so mich belustigt.

Aber Stutthof, wie Alles in dieser Welt, hatte auch seine Kehrseite, und diese erschien mir dunkel [9] genug, um, wenn ich sie recht ins Auge faßte, auf so vieles übrigens Lobenswerthe einen entstellenden Schatten zu werfen. Diese Kehrseite bestand in gewissen zu dem Gute gehörenden Vorrechten, Privilegien, sogenannten alten Gerechtigkeiten, welche man füglicher Ungerechtigkeiten benennen könnte, und die aus sehr früher, vermuthlich noch aus der Zeit der in Danzig und Marienburg hausenden Ordensritter herstammen mochten. Sie waren traurige Ueberbleibsel jenes den freigebornen Landmann zum Leibeignen herabwürdigenden Feudalismus des Mittelalters, gegen die mein Freiheitssinn sich mächtig empörte, und von denen ich nicht begriff, wie sie, bei der republikanischen Verfassung meiner Vaterstadt, bis auf die gegenwärtige Zeit sich erhalten haben konnten.

Jeden Sonnabend sah ich zum Beispiel die Frauen und Mädchen aus dem Dorf mit Besen und Rechen in großer Anzahl heranziehen, um den Hof vor meines Vaters Hause zu reinigen und zu ordnen, während der Frohnknecht mit einer Karbatsche dabeistand, um über sie die Aufsicht zu führen. Gern hätte mein Vater auf unser Bitten diesen Gebrauch aufgehoben, oder doch wenigstens den widrigen Anblick jenes Menschen uns erspart; aber er durfte keines [10] der auf ihn übertragenen Vorrechte seinem einstigen Nachfolger entziehen, und selbst der Frohn hielt wie auf einen Ehrenpunkt auf sein Recht bei dieser Expedition, wenigstens in der Eingangsthür Wache zu halten.

Auch zur Erntezeit mußten die Bauern aus den zu Stutthof gehörenden, oft weit entlegenen Dörfern sich einstellen. Mehrere Tage nach einander, je nachdem es erforderlich war, zogen sie zu funfzigen und in noch größerer Anzahl mit Tagesanbruch zur Frohnarbeit herbei, während ihre eigne Ernte darüber nachblieb. Mittags nahmen sie im Hofe an langen ordentlich gedeckten Tafeln Platz. Es läßt sich nicht leugnen, sie zeigten sich lustig und guter Dinge, als wären sie zu einem Gastmahl versammelt, sie lachten, sangen, trieben allerlei Späße, denn mein Vater hielt streng auf ihre gute Bewirthung, sowohl auf dem Felde bei der Arbeit als in den Ruhestunden; aber Zwang und nicht freie Wahl führte sie hier zusammen, und obgleich mein Vater sich alle ersinnliche Mühe gab, mir deutlich zu machen, wie es selbst dem wohlhabenden Landmanne weit leichter werde, seine Steuern mit Arbeit anstatt mit baarem Gelde abzutragen, so war es mir doch unmöglich, auf seine Ansichten einzugehen, und mich [11] sowohl mit diesen als manchen ähnlichen Einrichtungen auszusöhnen.

Lange vor meinem Vater, in den ersten Jahren des achtzehnten Jahrhunderts, hatte der Großvater meines Mannes Stutthof in Pacht gehabt; noch lebte eine Art Reliquie aus jener frühen Zeit, ein mehr als hundertjähriger Greis, der in dessen Diensten gestanden, und wurde als ein von dem Hause unzertrennliches Stück des alten Mobiliars betrachtet und gehalten. Der alte Mann war für seine hohen Jahre noch sehr rüstig und seiner Sinne vollkommen mächtig, auch sein Gedächtniß war ihm treu geblieben, doch nur für die frühere Zeit seines Lebens; die spätere war für ihn versunken und verschwunden. Deshalb nannte er meinen Sohn immer Andreas, und ließ es sich nicht ausreden, daß es der Sohn seines alten Herrn, eigentlich der Großvater meines Arthurs sei, den er in gleichem Alter noch auf dem Arm getragen.

Peter der Große war auf der Durchreise mit seiner Katharine unerwartet nach Stutthof gekommen, er hatte beschlossen, dort zu übernachten, und die Erinnerung an diesen hohen Besuch war, als das merkwürdigste Ereigniß seines ganzen langen Lebens, dem Hundertjährigen unvergeßlich geblieben. Der [12] Kaiser und seine Gemahlin durchzogen das Haus, um ein Schlafzimmer sich zu wählen, und ihre Wahl fiel auf ein zu meiner Zeit noch existirendes nicht großes Zimmer, in welchem aber weder Ofen noch Kamin sich befand; nun aber galt es, bei strenger Kälte, zur Winterszeit dieses Zimmer zu erwärmen. Guter Rath war hier theuer; aber der alte Herr Schopenhauer wußte ihn doch zu finden, und obendrein zu großer Zufriedenheit seiner hohen Gäste. Die weißen untapezirten Wände, der nach damaliger Art mit holländischen Fliesen ausgelegte Fußboden stellten der Ausführbarkeit desselben kein Hinderniß entgegen.

Mehrere Fässer voll Branntwein wurden herbeigeschafft, in das übrigens dicht verschlossene Zimmer ausgegossen und angezündet. Jauchzend vor Freude blickte der Czar in das zu seinen Füßen wogende Feuermeer, während alle ersinnlichen Anstalten getroffen wurden, um die weitere Verbreitung desselben zu verhindern. Sobald es ausgebrannt war, begab er in dem glühend heißen, mit Qualm und Dunst erfüllten kleinen Raum mit seiner Gemahlin sich zur Ruhe, Beide standen am folgenden Morgen ohne Migräne wieder auf, was in unsern nervenschwachen Tagen ihnen schwerlich Jemand nachthun würde, [13] und verließen, die ihnen gewordene Aufnahme rühmend, das gastfreie Dach ihres Wirths.

In Danzig erregte alles Merkwürdige, besonders aber die prächtige, bei weitem nicht genug bekannte Pfarrkirche, die Aufmerksamkeit Peters des Großen. Da es gerade Sonntag war, verlangte er dem Gottesdienste in derselben beizuwohnen, und wurde in den Rathstuhl geführt, eine Art abgeschlossenen, ringsum mit Schiebfenstern versehenen Kabinets, wie man noch in Deutschland hin und wieder in Kirchen sie findet. Dort saß nun der große Kaiser, seine Blicke wanderten von dem bewundernswürdigen Gewölbe hinab auf die den weiten Raum füllende zahllos erscheinende Menge, dann zur Orgel, und von dieser zu dem Prediger, dessen Rede er mit großer Gelassenheit anhörte, obgleich er wahrscheinlich keine Silbe davon verstand. So weit ging Alles gut, aber ihn fror, denn er hatte aus Ehrfurcht vor dem Ort beim Eintritt in die Kirche seine Mütze abgelegt. Schon begann er unruhig zu werden, das Gefühl erstarrender Kälte nahm mit jedem Augenblick zu, er überlegte, welches von beiden am wenigsten unschicklich wäre, die Mütze aufzusetzen oder die Kirche zu verlassen; er sah gleichsam Hülfe suchend sich um, da zeigte sich ihm plötzlich ein willkommenes [14] Auskunftsmittel, mit einem einzigen raschen Griff nahm er die große Alongenperrücke vom Haupte des hinter ihm sitzenden ersten Bürgermeisters, setzte sie auf das eigne, und wohnte nun, umflossen von der reichen warmen Lockenfülle, weit zum Fenster des Rathstuhles hinausgelehnt, dem Gottesdienste ruhig bis an’s Ende desselben bei, wo er nicht ermangelte, die Perücke dem Eigner derselben freundlich dankend zu überreichen.

Solches geschah ungefähr funfzig Jahre vor meiner Geburt: so waltet der mächtigste Regierer, die Zeit!